Schönheit

Es gibt dieses berühmte Zitat von G.E. Hardy:

Beauty is the first test: there is no permanent place in the world for ugly mathematics.

Daran denke ich, wenn ich (allzu oft) Code schreibe oder lese. Es gibt ganz einfach zu viel hässlichen Code. Und mit hässlichem Code meine ich: komplexen, gewundenen, schwer verständlichen Code. Deshalb bin ich dazu übergegangen, an Code so lange rumzuwerkeln, bis er eine elementare Schönheit erreicht hat. Das dauert zwar, aber es lohnt sich.

Aber es gibt Hoffnung: funktionale Programmiersprachen. McCarthy, Backus et al. haben uns den Weg aufgezeigt, 50 Jahre ist es her. Was haben wir daraus gelernt? Nicht viel, leider. Wir haben uns entschieden, ihre genialen Ideen zu ignorieren und stattdessen Sprachen wie C#, C++ und Java zu verwenden. Kaum zu glauben. Ein Trümmerfeld.

Aber Achtung, jetzt der grosse Dijkstra:

Simplicity is prerequisite for reliability.

So viel Wahrheit in bloss fünf Wörtern. Sieht man selten. Aber zurück zu den Schafen: komplexer Code ist schlechter Code. So einfach ist das. Komplexität bringt uns um. Immer und immer wieder.

Man kann auch sagen:

Einfachheit ist die Axt für den komplexen Code, den wir schreiben.

Apropos Kafka:

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

2 thoughts on “Schönheit”

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