Bravo

Berset und Koch im Café du Gothard in Fribourg

Die Präventionsmedizin kennt keine Helden. War sie erfolgreich, beklagen sich alle über zu rigorose Massnahmen. War sie nicht erfolgreich, wird den Verantwortlichen Inkompetenz vorgeworfen.

Apropos Covid-19

Quelle (13.03.2020)

Dr. Michael Ryan bringt es auf den Punkt:

Be fast. Have no regrets. You must be the first mover. The virus will always get you if you don’t move quickly. […] If you need to be right before you move, you will never win. Perfection is the enemy of the good when it comes to emergency management. Speed trumps perfection. […] The greatest error is not to move. The greatest error is to be paralysed by the fear of failure.

Tiefgang

“Und denken Sie öfter an Ihre Beerdigung”, rät der Mainzer Psychiater Lieb. “Oder zumindest an den 80. Geburtstag.”

Was wolle man da in den Festreden über sich hören? Dass man ein Mensch sei, der immer funktioniert und alle stets zufriedengestellt habe? Oder dass man gut gelaunt mit den Kindern spielte, in schlechten Zeiten Freunde an der Seite hatte und sich im Job mit Freude engagierte, aber noch lieber mit der Frau oder dem Mann spazieren ging?

“Mit diesem Blick”, meint Lieb, “beginnt man zu verstehen, was richtig ist.”

Aus DER SPIEGEL, 03.01.2020

My favorite Knuth story

Attributed to Alan Kay:

When I was at Stanford with the AI project [in the late 1960s] one of the things we used to do every Thanksgiving is have a computer programming contest with people on research projects in the Bay area. The prize I think was a turkey.

[John] McCarthy used to make up the problems. The one year that Knuth entered this, he won both the fastest time getting the program running and he also won the fastest execution of the algorithm. He did it on the worst system with remote batch called the Wilbur system. And he basically beat the shit out of everyone.

And they asked him, “How could you possibly do this?” And he answered, “When I learned to program, you were lucky if you got five minutes with the machine a day. If you wanted to get the program going, it just had to be written right. So people just learned to program like it was carving stone. You sort of have to sidle up to it. That’s how I learned to program.”

Rede von Saul Friedländer

Er beendet seine Rede mit einem Zitat des Widerstandskämpfers Hans von Dohnanyi, der kurz vor Kriegsende hingerichtet wurde. Auf die Frage, was ihn zum Widerstand bewogen habe, hat er mit einem Satz geantwortet, der in seiner Schlichtheit für alle Zeiten und an jedem Ort seine Gültigkeit hat:

Es war einfach der zwangsläufige Gang eines anständigen Menschen.

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Danke für die Glückwünsche und die kurzen Gespräche, die daraus erwachsen sind.

Zudem wurde just am heutigen Tage der Linux Kernel 4.19 veröffentlicht. Der erste nach Linus’ temporärem Rückzug. Ein “Long Term” Kernel sogar.

Fazit 2016

Brexit, Trump, usw. Das Jahr in einem Bild:

Jetzt musst du stark sein.

Ein schockierendes Bild hat sich in meine Gedächtnis gebrannt. Es zeigt den 5-jährigen Omar Daqneesh nach einem Bombenangriff in Aleppo. Er sitzt im Ambulanzwagen, weint nicht, schreit nicht, sitzt bloss da, wischt sich das Blut aus dem Gesicht und wartet.

Das ist also die Scheisswelt, in der wir leben.

Das schreibt sich einfach, in einer beheizten Wohnung sitzend, in einer ruhigen Gegend, in einem politisch stabilen Land.

Ich habe keine Ahnung, wovon ich spreche.