Dem König

Beat Schlatter in einem Tagesanzeiger-Interview über Christian Stucki (28.08.2016):

Stucki war ja sogar an Ihrer Hochzeit.

Ja, und ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber er machte auch eine Darbietung. Plötzlich stand er auf der Bühne und sagte: Er wisse, dass ich etwas unbedingt möchte, es aber nie bekäme. Das wolle er mir nun ermöglichen. Ich musste also vor ihm auf die Knie gehen – und er legte mir einen Schwingerkranz auf den Kopf. Es war echt rührend, mir kamen die Tränen.

Sie, der Künstler aus Zürich, er, der Schwinger aus dem Seeland. Worüber sprechen Sie, wenn Sie sich sehen?

Über alles, über die Familie. Derzeit vor allem über seine Rolle im Film «Flitzer», wo er einen Bauarbeiter spielt. Und darüber, dass er gerne mehr Text hätte. (lacht) Aber ich hoffe, dass wir eines Tages über seinen Königstitel reden können. Verdient hätte er es.

Epic Eric

Eine weitere epische Eric-Cantona-Rede.

Nur noch übertroffen von seiner Pressekonferenz nach der Kung-Fu-Sperre. Hier der genaue Wortlaut:

When the seagulls follow the trawler, it’s because they think sardines will be thrown into the sea. Thank you very much.

Wiglaf Droste

Ich kannte den Namen, aber nicht sein Werk. Muss ich nachholen. Scheint ein intelligenter Polterer gewesen zu sein. Leider unlängst verstorben.

Hier ein kleines Gedicht:

Für immer und immer

In des Daseins
stillen Glanz
Platzt der Mensch
Mit Ententanz.

Über Patriotismus:

Wer sonst gar nichts hat, der hat doch ein Vaterland. Patriotismus ist die Religion der ganz armen Schweine.

Über Nazis:

Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an. Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins: dass man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen.

Antwort auf die Frage, was er gerne über sich in der Zeitung lesen würde:

Das Allerschönste ist, wenn nichts in der Zeitung steht. Wenn ich irgendwann nicht mehr als öffentliche Figur auftauche, steht dem Glück nichts mehr im Wege.