Telephone Booth (number 905 1/2)

by Pedro Pietri

woke up this morning
feeling excellent,
picked up the telephone
dialed the number of
my equal opportunity employer
to inform him I will not
be into work today
Are you feeling sick?
the boss asked me
No Sir I replied:
I am feeling too good
to report to work today,
if I feel sick tomorrow
I will come in early

Iris von Roten, Feministin

Vor einiger Zeit habe ich dieses Textfragment kopiert, Quelle unbekannt:

Ein grosses Ausrufungszeichen nach einem tapferen Satz. Stark.

Aber wusste nicht mehr, um wen es sich handelt. Internet-Suchdienst hilft: Iris von Roten, Schweizer Feministin. Andere Perspektive, diesmal mit Quelle:

Iris von Roten war 73 Jahre alt, als sie genug vom Leben hatte. Sie verlor das Augenlicht, litt an Arthrose, Schmerzen und Schlaflosigkeit. Am Morgen des 11. September 1990 zog sie sich ein grünes Seidenkleid an, stieg hinauf ins oberste Stockwerk ihres Hauses und legte sich eine Schlinge um den Hals. Ihr Mann fand sie, umgeben von blühendem Hibiskus und Jasmin. Sie habe ausgesehen wie der Engel der Verkündigung, schrieb Peter von Roten einst. «Wie ein grosses Ausrufezeichen nach einem tapferen Satz.»

Simplify, simplify

Our life is frittered away by detail. Simplify, simplify, simplify! I say, let your affairs be as two or three, and not a hundred or a thousand; instead of a million count half a dozen, and keep your accounts on your thumb-nail.

— Henry David Thoreau

Sven, 39, Pflegefachmann

Gestern habe ich wieder eine Bewohnerin verloren. Am Sonntag sass sie noch unter den Leuten, hat mit ihnen gegessen und Weihnachtsfilme geschaut. Am Montagmorgen hat sie am Bettrand sogar noch ein Glas Orangensaft getrunken. Wenig später – auf dem WC sitzend – begann sie jedoch plötzlich, zu hyperventilieren. Ich habe sie gefragt, ob sie Schmerzen habe. Ganz leise hat sie geflüstert: «Ja.»

Ich habe sie aufs Bett getragen und eine halbe Ampulle Morphin gespritzt. Fünf Minuten später ist sie einfach gestorben. Die Frau war 76 Jahre alt und sonst eigentlich noch ziemlich fit.

Im vergangenen Monat haben wir neun Menschen verloren. Von 16 Menschen auf unserer Station haben nur sieben überlebt.

Zu den meisten von ihnen habe ich in den vergangenen Jahren eine Beziehung aufgebaut. Ich kenne ihre Abläufe, ihre Gewohnheiten. Ich weiss, wie ich mit ihnen umgehen muss. Wenn Demente in ihrer Welt gefangen sind, müssen wir in ihre Welt eintauchen und nicht versuchen, sie in unsere Welt zu holen. 

Nur einen Bewohner hat es bisher nicht erwischt. Ich verstehe es wirklich nicht. Er läuft den ganzen Tag auf der Station umher und schüttelt allen die Hände. Schon vier Mal habe ich ihn getestet und er war immer negativ. Er ist ein Wunder.

Quelle (08.12.2020)

Goodbye Hostpoint, Hello Hetzner

Seit Anbeginn anno 2006 war dieser Blog bei Hostpoint im schönen Rapperswil gehostet. Das billigste Webhosting Angebot beläuft sich bei diesem Anbieter unterdessen auf CHF 12.90/Monat (CHF 154.80/Jahr). Bisschen teuer für das bescheidene Datenaufkommen, der dieser Blog verursacht.

Kann man heutzutage bei gleicher Qualität weitaus billiger haben, zum Beispiel bei Hetzner für rund 25 Stutz pro Jahr (EUR 1.8/Monat). Deshalb kurzerhand Umzug. Auch gleich noch alles aktualisiert. Bisher nichts zu Beklagen. Daumen hoch.

Experten

None of our men are ‘experts.’ We have most unfortunately found it necessary to get rid of a man as soon as he thinks himself an expert because no one ever considers himself expert if he really knows his job. A man who knows a job sees so much more to be done than he has done, that he is always pressing forward and never gives up an instant of thought to how good and how efficient he is. Thinking always ahead, thinking always of trying to do more, brings a state of mind in which nothing is impossible. The moment one gets into the ‘expert’ state of mind a great number of things become impossible.

— Henry Ford

Arno Del Curto

Arno Del Curto liess seine Biografie schreiben. Gekauft. Gelesen. Literarisch auf bescheidenem Niveau, aber interessante Einblicke in Leben und Wirken eines Getriebenen.

Auszüge:

Der Exzess, die wilden Nächte und unangepassten Typen sind in der Zwischenzeit mehrheitlich aus dem Eishockey verschwunden. Leider.
In meinen frühen Jahren beim HC Davos wurde diese Fraktion von niemandem besser verkörpert als von Todd Elik: Nicht zu bremsen. Ein absoluter Crack. Stur wie ein Esel. Sogar ich musste irgendwann einsehen, dass der Kanadier nicht leicht zu führen ist. War er spätnachts wie vom Erdboden verschwunden, entging mir das nicht immer, und manchmal fand ich ihn. Irgendwo in Davos. Halligalli. Grosses Spektakel. Spass, Übermut und unbändige Energie: Er war zu haarsträubenden Aktionen fähig, und meine Aufforderung, den Nachhauseweg unverzüglich anzutreten, musste diplomatisch vorgebracht werden, da alles andere das komplette Gegenteil bewirkte. (…) Bei einem weiteren Exemplar der Kategorie “Nonkonformisten” handelte es sich um Peter Guggisberg, kurz “Guggi” genannt. (…) Ein grossartiger Spieler und stiller Rebell. Während andere für alles extrem hart arbeiten mussten, flog ihm vieles zu. Leicht hätte er es in die NHL geschafft: Kein Thema für ihn, dieses Korsett war ihm zu eng. Seinen unangepassten Charakter wollte er nicht verändern und seinen Lebensstil auch nicht.

Männer nach meinem Geschmack.