Beppo der Strassenkehrer

“Siehst du, Momo”, sagte er dann zum Beispiel, “es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Strasse vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.”

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort:
“Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz ausser Puste und kann nicht mehr. Und die Strasse liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.”

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter:
“Man darf nie an die ganze Strasse auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.”
Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte:
“Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.”

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort:
“Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Strasse gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht ausser Puste.”
Er nickte vor sich hin und sagte abschließend:
“Das ist wichtig.”

Aus dem Buch “Momo” von Michael Ende

Armut auf dem Lande, Reichtum an der B

Die Selbstmordrate der indischen Bauern wird in den wenigsten Medien des Landes erw

Tja, so endet es also. Dieser Eintrag ist ein Opfer des Datenbank-Massakers vom Februar 2016. Der Inhalt ist einfach verschwunden, nicht wieder herstellbar. War ein Bericht über indische Bauern, die sich reihenweise umbringen, während Nahrungsmittelspekulationskonzerne gigantische Gewinne einfahren. Ich kann mich noch wage an einen indischen Kleinbauern erinnern, der folgendermassen zitiert wird:

Im nächsten Leben würde ich lieber als europäische Kuh denn als indischer Bauer geboren werden.