Federer. Was soll man da noch sagen.

19. Grand Slam Titel, 8. Wimbledon Triumph. Als moderater Tennisfan sind wir nun geradezu gezwungen, jeden weiteren Federer-Grand-Slam-Final live mitzuverfolgen, denn einen grösseren Spieler werden wir in diesem Leben nicht mehr zu Gesicht bekommen und man will schliesslich sagen können: Ich war dabei, als er seinen letzten grossen Titel gewonnen hat. Natürlich.

Oder wie die Kommentatoren der BBC treffend formulierten, als Federers Söhne Leo und Lenny nach dem Match in die Box gebracht wurden, um die Siegerehrung mitzuverfolgen (was ihn kurz aus der Fassung brachte): “to watch the old man play a bit of tennis on a Sunday afternoon.”

BAR-JUV

Auf und neben dem Platz: Bärte tragen sie alle. Die Barca Anhänger blicken verzweifelt. Die Katalanen stürmen, aber Endstation Chiellini oder dann der Alte im Tor. Juve wankt nicht.

Was mich unverhofft zu diesem Bild bringt:

Wir im Oktober in Lyon. Champions League Hymne verpasst, stattdessen vor dem Stadion mit Essen in der rechten und Getränk in der linken Hand, aber dann reinspaziert und in Rufweite der Legende niedergelassen.

 

Jenseits des K.

In der Samstagsausgabe der Berner Zeitung gibt es im Stellenmarkt-Teil jeweils ein Interview mit einer Person, oft einem ehemaligen Manager, der desillusioniert den Job hinschmiss und jetzt Schulen in peruanischen Bergdörfer baut.

Letzte Ausgabe des Jahres 2016, kein geläuterter Manager diesmal, sondern ein kurzer Rückblick und am Ende ein Zitat des Augustiner-Paters Hermann-Josef Zoche:

Eine Welt, die nur dem kapitalistischen Imperativ gehorcht, ist ein kalter Ort. Erst wenn Qualitäten wie Gemeinsinn, Vertrauen und Liebe dazukommen, lohnt sich die ganze Anstrengung.

Am See

Je mehr man sich in Nyon dem See nähert, desto höher werden die Mauern um die Villen und desto dichter das Netz der Überwachungskameras.

Sie wollen uns draussen halten.

So weit kein Problem, was mich aber wirklich stört: der Fussweg entlang des Sees wird uns von den Reichen verwehrt: um sich ihren privaten Seeanschluss zu sichern, haben sie Zäune errichtet.

Reichtum und Abschottung. Das muss mir aufhören. Denkanstoss.

Garmin, auf ein Wort

Was habe ich geschwärmt vom Forerunner 235, damals im Juli. Superlativen habe ich bemüht. Über den grünen Klee habe ich das Garmin-Produkt gelobt und tatsächlich, die Uhr ist grossartig.

Aber die optische Pulsmessung funktioniert nicht.

Alle paar Wochen wird ein neues Softwareupdate bereitgestellt, verbunden mit der Hoffnung, dass die Pulsmessung-Bugs (endlich) gefixt werden. Doch bis heute Fehlanzeige.

Liebe Garmin-Produktmanager, falls ihr das lest: die Pulsmessung “friert ein”, soll heissen: das Training beginnt, der Puls geht doch, und dann, plötzlich, bleibt die Pulsmessung auf einem Wert stehen, macht keinen Wank mehr, bis das Training beendet ist. Sieht dann so aus:

Geschieht zu Beginn des Training (in den ersten 15min), nicht immer, aber oft genug.

Ich weiss, Software, schwierige Sache, aber das muss besser werden. Dieses Problem nervt seit 6 Monaten. Ansonsten Top-Laufuhr.