Fahrradhelm

Seit wenigen Tagen bin ich stolzer Besitzer eines Fahrradhelms, den ich auch konsequent trage. Meine Freundin sowie meine Mutter haben mich aktiv ermutigt, einen Helm aufzusetzen und auch ich kann dieser Entwicklung unterdessen Sinnhaftigkeit abgewinnen. Denn: ich werde langsam alt und die Zeiten der jugendlichen Unverwundbarkeit sind vorbei. Kleine und grössere Verletzungen, früher völlig unbekannte Gäste, besuchen mich heute regelmässig auf dem Fussballplatz oder beim Waldlauf und sie halten mich dazu an, behutsamer mit meinem Bewegungsapparat umzugehen und vor allem geduldiger zu sein, in mich hinein zu horchen und mich nicht in jede Schlacht zu werfen.
Ich habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten des aktiven Radfahrens im öffentlichen Raum einige Zusammenstösse mit Autos, Fahrrädern, Mauern und Zäunen herbeigeführt. Viel zu oft haben die Gesetze der Gravitation schmerzlich auf mich eingewirkt. Ich habe mehrfach diese beklemmende Sekunde zwischen dem Gedanken Oje, ich fliege, was nun? und dem krachenden Aufprall durchlebt. Das war nicht schön. Das nächste Mal, wenn es mich aus dem Sattel schleudert, will ich bereit sein.

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