Lemmy

Ich dachte, diesen Beitrag nie schreiben zu müssen, denn ich hielt Lemmy für unsterblich. Nun musste er doch gehen, der vielleicht grösste Rocker aller Zeiten.

Viele nannten ihn einen Rüpel, und es stimmt, er war ein Unangepasster, ein Mann aus Stahl, der Nazi-Kram und Uniformen sammelte (“In der Geschichte waren es immer die Bösen, die am besten angezogen waren”), und sehe Meinung stets pointiert zum Ausdruck brachte; aber die meisten Leute erkannten in ihm nicht den belesenen Gentleman, der er auch war. Er soll mal gesagt haben

Ich habe viele weibliche Freunde. Sie rufen mich an, wir gehen aus. Frauen sind interessanter als Männer. Mit Männern muss man über Sportautos reden. Ich möchte aber nicht mein Leben lang über verdammte Sportautos reden! Ich möchte wissen, ob du etwas weisst!

Kein Macho, sondern ein guter Zuhörer, ein Mann mit Tiefgang (und einigen Ecken und Kanten natürlich). Wenn man sich ein wenig mit ihm auseinandersetzt (Filmtipp: Lemmy), dann erkennt man seine wahre Grösse (Autobiographie lesen: White Line Fever).

Wer noch nie von Motörhead gehört hat, der muss sich Ace of Spades anhören, um zu verstehen, worum es geht.

 

Und zum Abschluss noch mal Lemmy im O-Ton:

Der Tod ist unvermeidlich, nicht wahr? Das wird einem bewusster, wenn man in mein Alter kommt. Es macht mir keine Sorgen. Ich bin bereit. Wenn ich sterben muss, dann bei dem, was ich am besten kann. Wenn ich morgen sterben würde, könnte ich mich nicht beklagen. Es war gut.

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