Madame Danielle

Vielleicht der letzte Beitrag zum Thema “Attentate in Paris” (mehr Platz will ich den Irren nicht einräumen).

Die selbstbewusste Madame Danielle bringt es auf den Punkt:

Hier nochmals im deutschen Wortlaut:

Es ist sehr wichtig, unseren Toten Blumen zu bringen. Es ist sehr wichtig, mehrfach das Buch von Hemingway (Paris – Ein Fest fürs Leben) zu lesen. Denn wir sind eine sehr alte Zivilisation. Wir tragen unsere Werte hoch. Wir verbrüdern uns mit den fünf Millionen Muslimen, die ihre Religion frei und friedlich ausüben. Und wir werden kämpfen gegen die 10’000 Barbaren, die angeblich im Namen von Allah töten.

Mir gefällt ihre Klarheit und Unerschrockenheit. Manche mögen es Arroganz nennen, aber ich interpretiere es eher als Stolz.

Ich werde das empfohlene Buch kaufen und lesen. Hemingway war während seiner Zeit in Paris jung und hungrig, aber arm. Er hat kühn und furchtlos gelebt und gedacht. Ich schätze, das ist auch der Grundton dieses Buches. Und damit kommen wir zurück zu Madame Danielle: wenn man sich die Debatten nach den Anschlägen anschaut, dann spürt man vor allem: Angst. Verteidigung. Abwehr. Schlagbaum runter. Defensive Besitzstandswahrung. Wir müssten aber mutiger, stolzer, kühner agieren. Wir dürfen nicht vergessen: die Veränderung kam nie von den Arrivierten, Vermögenden, Verteidigenden. Sie kam immer von den Tagedieben, den Unerschrockenen, den Querdenkern. Darauf sollten wir uns besinnen. Offensiv und unerschrocken denken und handeln, nicht defensiv und reaktionär. Mehr Freiheit wagen, nicht weniger.

 

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