Ferien: Sprachkompetenz

Ich bin ständig darum bemüht, mein Fränzösisch zu verbessern. Unter anderem habe ich versucht, französisches Fernsehen zu schauen, mit meinen welschen Kollegen konsequent in ihrer Muttersprache zu sprechen und französische Bücher zu lesen. Die Erfolge blieben überschaubar, aber ich denke, dass ich mich über die Jahre hinweg verbessert habe. Mit den Büchern allerdings hat es nie so recht geklappt. Ich habe es versucht mit Comics (Gaston), Kriminalromanen (Arsène Lupin), neuer Literatur (Zazie dans le métro) und Klassikern (Georges Perec), aber zumeist scheiterte ich kläglich, weil ich in Bern in meinem Sessel sass und andere Aktivitäten attraktiver erschienen. Also habe ich die Bücher schnell wieder aus der Hand gelegt. Der Wille zur Verbesserung stellt sich immer während den Ferien in Frankreich ein, wenn ich mich nicht klar ausdrücken kann, wenn die Sätze sich nur widerspenstig zusammenfügen lassen, wenn mich die Gastgeber ansehen mit grossen Augen, die sagen: Qu’est-ce que tu veux me dire, mon pauvre petit Suisse?
Vorgestern nun habe ich in einer Buchhandlung in Draguignan endlich das perfekte Buch gefunden: Le Petit Nicolas. Für Kinder ab neun Jahren. Sensationell. Nie las ich ein französisches Buch schneller und problemloser als dieses. Ich versuchs als nächstes mit französischen Computer-Magazinen. Motivation kann auch der Neugierde entspringen. Dies gilt es auszunutzen.

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