Archive for July, 2009

Magenbrot

Saturday, July 25th, 2009

Ich liebe es: Magenbrot. Allsamstäglich eine Packung beim Caramelier gekauft, bis ich begriffen habe, dass man es auch selber herstellen kann.

  1. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Backblech einfetten und mit Backtrennpapier auskleiden.
  2. 500g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 1TL Zimt, 1TL Nelkenpulver in einer grossen Schüssel vermengen
  3. 500g Zucker und 4dl Wasser dazugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten
  4. Teig auf das Blech streichen (ca. 1.5cm dick)
  5. Während ca. 30 Minuten backen, auskühlen lassen und dann in Stücke von 2 x 4 cm schneiden
  6. 250g Kochschokolade, 10g Butter und 2dl Wasser bei mässiger Hitze in einer Pfanne schmelzen, vom Herd nehmen, 450g Puderzucker zufügen und glattrühren
  7. Die Glasur über das Magenbrot giessen, bis alle Stücke gleichmässig bedeckt sind
  8. Auf ein Gitter legen und trocknen lassen
  9. Fertig

Gurtenfestival 2009 – Donnerstag

Friday, July 17th, 2009

Eigentlich wollte ich mich dem Lärm auf dem Berg nur am Samstag aussetzen, doch durch einen glücklichen Zufall hat mir Thomas Reufer im Tausch gegen einen Samstagspass einen 4-Tages-VIP-Pass überlassen (wofür ich ihm an dieser Stelle nochmals recht herzlich danken möchte). Thomas und Chrigu sind die Hoffotografen des Festivals, wer sich von ihrer Kunstfertigkeit überzeugen möchte, kann sich mal unter www.konzertbilder.ch umschauen. Man beachte, dass die Bühnenbilder mit Band auf dem Gurten offenbar exklusiv dem Veranstalter zur Verfügung gestellt werden und deshalb auf den Aufnahmen nur die Fans zu sehen sind, aber dafür gibts einige Luftaufnahmen aus Jimy Hofers Helikopter.
Nun, ich also mit VIP-Pass unterwegs, was mich quasi zu allem berechtigt, wovon ich allerdings keinen Gebrauch mache, denn: auf dem Boden bleiben, nicht gleich übertreiben. Denkbar knapp habe ich es zum Franz Ferdinand Konzert um 23:15 geschafft. Wer sie nicht kennt: Franz Ferdinand, eine geradezu bezaubernde schottische Band aus Glasgow, Gitarrenmusik, werden dem sogenannten Britpop zugeschrieben. Es wurde berichtet, dass sie eine hervorragende Live-Band sein sollen und wer das behauptet hat, der hat recht. Nicht viel Gequatsche, sondern feine Musik durch die Verstärker strömen lassen. Sympathische Männer, die auch mal auf den Verstärker steigen, dem Drummer zu Hilfe eilen und auf seine Trommeln einschlagen, ekstatisch auf der Bühne toben und selbst dem bemitleidenswertesten Gesangsversuch des Publikums etwas Gutes abgewinnen.
Ein blendendes Konzert einer wunderbaren mitreissenden Band. Das beste, was ich auf dem Berg je gesehen habe. Dies zu überbieten wird am Samstag sogar Razorlight nicht einfach fallen.
Mit dem Ende des Konzert geschah dann, was auf dem Gurten am Ende der Konzerte britischer Bands immer geschieht: es begann zu regnen. Also schnell weiter zur Zeltbühne, wo die norwegische Band Röyksopp elektronische Musik präsentierte. Nicht so mein Ding, aber war auch schön.
Bei leichtem Nieselregen runter vom Bern, Donnerstag war um.

Der Jugend Musikgeschmack

Friday, July 10th, 2009

Ich war erstaunt. Bekanntlich spiele ich Fussball beim HSV Halten auf bescheidenem Niveau, zusammen mit vielen Heranwachsenden aus der Umgebung, die meisten ausgesprochen jung, keine 18 Jahre alt. Nach meiner Einschätzung musikalisch überwiegend im Bereich des Hip-Hop angesiedelt. Dachte ich zumindest. Bis Pascal, der Mann mit der Baseballmütze, verlauten liess, dass er bedauerlicherweise nicht auf dem Gurten sein kann, weil er in den Ferien weilt. Nun glaubte ich zunächst, dass sich sein Bedauern auf den Hip-Hop-Freitag bezieht, aber weit gefehlt: die Gitarrenmusik am Samstag hätte ihm sehr zugesprochen (explizit erwähnte er die Band Razorlight). Ich nickte anerkennend. Gestern dann sprach ich mit Nils, der sich ein Ticket für den Gurten-Samstag gekauft hat, genau wie ich, weil ihm die Bands Oasis und Razorlight zusprechen, genau wie mir.
Ist schon erstaunlich. Obwohl sie blutjung sind, verfügt die Generation iPod über ein unglaublich breites musikalisches Spektrum und eine Toleranz, wie ich sie nie aufbringen werde. Da ist nichts mit Rapper oder Heavy, Punk oder Hip-Hop, da geht alles zusammen. Wohingegen ich ausgesprochen eingleisig unterwegs bin: Stromgitarrenmusik, das bisschen Jazz soll hier nicht unerwähnt bleiben, aber trotzdem, viel ist das nicht.

Wo ich hin will

Friday, July 10th, 2009
  • Wales
  • Therme Vals (Zumthor)
  • Waldhaus am See, St. Moritz (wo Nils bald zum Spitzenkoch ausgebildet wird)
  • San Sebastian
  • Einen Ort im Norden, wo man die Nordlichter sehen kann

Der Grösste aller Zeiten

Tuesday, July 7th, 2009

Roger Federer hat sich mit seinem 15.Grand-Slam-Titel über alle Legenden des Tennissports erhoben. War eine spanndende Auseinandersetzung im Wimbledon-Final 2009, der tapfere Andy Roddick hat sich nach Kräften gewehrt, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben. Ist interessant bei Federer: man hat häufiger das Gefühl, dass er verlieren könnte, doch dann vermag er dem Spiel meistens doch noch eine überraschende Wende zu seinen Gunsten zu geben.
Mir ist kein anderer Sportler bekannt, der über eine ähnliche mentale Stärke verfügt.
Damit ist der kunstvolle Rahmen für mein Roger-Federer-Erlebnis geschaffen: vor Jahren, Federer war noch nicht der weltbeste Spieler, doch auf gutem Weg dazu, da besuchte ich mit meinen Eltern und meiner Schwester ein Eishockeyspiel des SC Bern. Wenn ich mich richtig erinnere, spielten die Berner gegen den SC Langnau. Nach dem Spiel lief jemand an mir vorbei und ich dachte mir: das ist doch Federers Vater und der Typ neben ihm, das ich doch Peter Lundgren, sein Trainer. Kein Zweifel. Bei unserem Auto angekommen berichtete ich von meiner Beobachtung, als meine Schwester auf das Fahrzeug neben unserem Wagen wies. Da stand er: Roger Federer, eben damit beschäftigt, seinen Audi TT aufzuschliessen. Mirka und zwei Kollegen warteten geduldig, bis die Türen sich öffneten.
So nah bin ich ihm nie wieder gekommen. Hätte ich geahnt, dass sich der grösste Tennisspieler aller Zeiten in unmittelbarer Reichweite in den Leib seines Wagens schwingt, ich hätte getan, was ich niemals zuvor tat: nach einer Unterschrift mit persönlicher Widmung gefragt.
Aber wer weiss: man sieht sich bekanntlich immer zwei mal im Leben.

Mando Diao – Give Me Fire!

Tuesday, July 7th, 2009

Ach ja, die Platten von Mando Diao gibts jetzt auch im ex libris zu kaufen. Man ist im Mainstream angekommen. Schade eigentlich, damit haben wir eine weitere potenziell grossartige Band verloren. Andererseits muss man auch festhalten: gäbe es keinen ex libris, an dem ich heute vorbei spazierte, hätte ich nicht erfahren, dass es eine neue Platte von Mando Diao gibt. Gekauft, kurz reingehört, hat mich nicht vom Hocker gehauen, und doch habe ich einige Songs entdeckt, die mich länger begleiten könnten. Ich bleibe dran.

Ah doch, mit leichter Verzöge…

Tuesday, July 7th, 2009

Ah doch, mit leichter Verzögerung. Herrlich, diese Technologie.

Scheint nicht zu klappen. Das …

Monday, July 6th, 2009

Scheint nicht zu klappen. Das Einspeisen in den WP-Blog. Obwohl entsprechendes Plugin installiert wurde.

Twitter-Posts werden nun auch …

Monday, July 6th, 2009

Twitter-Posts werden nun auch in den WP-Blog eingespiesen. Werde Twitter in Zukunft häufiger verwenden, muss mich kürzer fassen.

GP Bern 2009

Friday, July 3rd, 2009

Das kommt jetzt einige Monate zu spät, aber trotzdem. Niedergeschrieben wurde es vor langer Zeit.
Bei idealen äusseren Bedingungen wurde der GP von Bern in diesem Jahr ungewöhnlich früh im April durchgeführt (Grund: Eishockey-WM im Mai).
Meine Ambitionen waren angesichts der mehrmonatigen Verletzungspause im Frühjahr (ich habe berichtet: Läuferknie) eher bescheiden. Ich rechnete nicht damit, schneller zu laufen als letztes Jahr, aber unter 1:20:00 müsste zu schaffen sein.
Nach dem Startschuss fand ich sehr schnell ein gutes Tempo, ich lief ohne Schmerzen, ich war bisweilen überrascht, derart flott unterwegs zu sein und als ich beim Bundesplatz den 1:15:00 Pacemaker einholte, da wurde mir klar, dass ich wider erwarten meine Vorjahresbestzeit unterbieten würde. Ich genoss den ganzen Lauf in vollen Zügen, erleichternd kam hinzu, dass die Sonne nicht so erbarmungslos auf die Läufer niederbrannte wie in den vorherigen Jahren. Zum wiederholten Male gilt es den Dudelsackspieler auf der Monbijou-Brücke zu erwähnen, der mir stets einen kalten Schauer über den Rücken jagt, so ergreifend spielt der.
Ich lief ins Ziel in 1:13:05, ein wenig abgekämpft zwar, denn die KEYMILE Be the first on the last mile Challenge hat mich den Bärengrabenstutz hochgetrieben, doch beschwingt war ich und zufrieden wie nie zuvor. Warum ich schneller war als im Jahr zuvor? Wahrscheinlich wegen des kühlen Wetters. Und trainiert habe ich auch ein wenig. Noch 10 Monate bis zum nächsten GP.