Archive for June, 2009

Fussballzitate

Tuesday, June 30th, 2009

Hier jetzt mal ein pdf File mit den besten Fussballzitaten aller Zeiten.
Verbale Höchstleistungen wie

Da hab ich gedacht, da tu ich ihn ihm rein in ihn ihm sein Tor.
– Horst Hrubesch

oder

Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: ‘Komm Steffen, zieh deine Sachen aus, jetzt geht’s los.’
– Steffen Freund

Frau, Mann, Fussball

Tuesday, June 23rd, 2009

fussball

Grösster Triumph in der Geschichte des Brettspiels

Saturday, June 20th, 2009

Es liegt bereits einige Wochen zurück, aber der Siegesrausch ist noch immer nicht verflogen.
Wir haben World of Warcraft (WoW) gespielt. WoW ist ein sogenanntes Massively Multiplayer Online Game, ein Computerspiel eigentlich, aber es gibt auch eine Brettspielvariante davon. Von diesem Brettspiel soll hier die Rede sein, denn: wir sind analoge Menschen. Online-Spiele interessieren uns nicht.
Es versammelten sich Thom, Matthias, Roger und ich. Matthias und Roger bekämpfen sich häufiger in WoW, meistens geht Matthias aus solchen Duellen als Sieger hervor. Die beiden verfügen über ausgezeichnete Spielkenntnisse und sind ausgewiesene Taktikexperten. Thom und ich dagegen sind weitestgehend unwissend, nur rudimentär mit den Regeln vertraut, ein Mal haben wir gespielt vor mehr als einem Jahr. Das ist alles. Wenigstens schien Thom die wichtigsten Grundregeln nicht vergessen zu haben. Er machte unverhofft den Vorschlag, mit mir zusammenzuspielen, denn man spielt in Teams. Für gewöhnlich betreut ein erfahrener Spieler einen Anfänger, um die Unwissenden nicht gnadenlos untergehen zu lassen, ein Mentorsystem sozusagen. Thom jedoch hatte andere Pläne. Sein Bruder Matthias lenkte jedoch bereitwillig ein, den sicheren Sieg vor Augen.
Ziel des Spiels ist es, einen vorher bestimmten Endgegner in einer finalen Schlacht zu besiegen. Jeder Spieler entwickelt eine Spielfigur und stattet sie mit immer neuen Fähigkeiten aus. Die Spielcharaktere durchlaufen mehrere Entwicklungsstufen (Levels) und erlangen immer ausgeklügeltere Fertigkeiten und Waffen.
Nun, das gesamte Spiel über waren wir in Rücklage, aber nicht völlig chancenlos. Geduldig wurden uns die Regeln immer wieder erläutert, wofür wir dankbar waren. Als wir eher zufällig auf Level 4 aufstiegen und der Endgegner in unmittelbarer Nähe rumspazierte, fassten wir den Entschluss, den Endkampf zu bestreiten. Unsere Gegner wurden von dieser Absicht kalt erwischt, gerieten in Zugzwang und griffen uns überstürzt an. Wie sich herausstellen sollte, war dies der entscheidende Fehler: hätten sie den Endgegner direkt attackiert, sie hätten ihn besiegt und das Spiel gewonnen. Gegen uns aber unterlagen sie in einem zermürbenden Gefecht. So standen wir da und rieben uns die Augen und konnten kaum glauben, unverhofft gegen einen schier übermächtigen Gegner obsiegt zu haben. So muss sich David gefühlt haben, damals, im Valley of Elah.
Das nächste Mal werden wir wieder verlieren, haushoch wahrscheinlich, aber diesen Sieg werden wir lange vor uns hertragen, er wird ins grosse Buch der Brettspielgeschichte eingehen und mit Sicherheit werden wir unseren Enkelkindern noch davon erzählen.

Du musst dein Leben ändern

Saturday, June 20th, 2009

Als ich gestern nach Speyer fuhr, sah ich im Bahnhof Karlsruhe den grossen zeitgenössischen Denker Peter Sloterdijk am Zug vorbeischlendern, in dem ich sass. Vorgestern, als ich in der Buchhandlung stand, hielt ich sein neuestes Werk Du musst dein Leben ändern in meinen Händen und habe mir kurz überlegt, es zu kaufen. Es soll sehr gut sein, sagt man. Kurz darauf, in Gedanken war ich noch im Stauffacher, wurde ich von einer japanischen Reisenden von meinem Platz verjagt.
Angekommen in Speyer ging ich mit Laure beim Griechen essen, dessen Speiserestaurant den Namen Poseidon trägt. Fleisch findet man dort auf allen Tellern, die Portionen sind gross, vor dem Essen gibt es Alkohol aufs Haus und die Preise sind moderat. Da gehen wir wieder mal hin.

Life is short. Break some rules.

Thursday, June 18th, 2009

life_is_short

Gödel Escher Bach

Thursday, June 18th, 2009

Heute habe ich das Buch Gödel Escher Bach von Douglas R. Hofstadter in der Buchhandlung Stauffacher liegen sehen, was mich daran erinnert hat, dass dieses Werk seit ungefähr acht Jahren meine Bibliothek schmückt. Es liegt schwer in meiner Hand. Irgendwann werde ich eine Woche Ferien nehmen und es lesen.
Als ich noch studierte, habe ich es gekauft, nachdem uns ein Professor darauf aufmerksam gemacht hat. Es soll sehr kompliziert sein. Er selber las jede Woche lediglich zehn Seiten, mehr lag nicht drin.
Allerdings haben Nachforschungen ergeben, dass das Buch in Deutschland fünf Monate auf Platz 1 der Bestellerliste stand. Bestellerliste! Das macht mir Mut.

FC Flumenthal – HSV Halten: 7-5

Tuesday, June 9th, 2009

Nach dem Triumph über den FC Atees musste der HSV die beschwerliche Reise nach Flumenthal antreten. Ein Konkurrent, gegen den man stets verlor, aber doch nie schlecht aussah. Der FC Flumenthal verfügt über eine geradezu entzückende Sportanlage, in einem Wald gelegen, auf einer Lichtung, wo ein Fussballfeld erschaffen wurde. Die Zuschauer blicken von ihren Sitzen direkt in die Arena, wo sich an jenem Samstag Nachmittag ein offener Schlagabtausch entwickelte: Chancen hüben wie
drüben, beide Mannschaften suchten ihr Heil im bedingungslosen Angriffsspiel, die Defensive wurde rigoros entblösst. Natürlich Festschmaus für die Zuschauer, aber blankes Entsetzen beim Trainerstab.
Der HSV knüpfte dort an, wo er gegen den FC Atees aufgehört hatte: mit gefälligem und sicherem Kombinationsfussball spielte man sich an den Gegnern vorbei. Die Angriffe wurden gepflegt über die Flügel vorgetragen, was immer wieder gefährliche Szenen vor dem Gehäuse der Flumenthaler heraufbeschwor. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten: erster ernst gemeinter Angriff, erster Treffer. Doch bald schon vermochten die Gastgeber auszugleichen. So ging es weiter. Die Haltener legten ein Tor vor, die Flumenthaler lancierten ihre brandgefährlichen Sturmspitzen und glichen aus. Das Sorgenkind des HSV war ohne Zweifel die Abwehr, welche die beiden Flumenthal-Angreifer über die gesamte Spieldauer hinweg nicht zu neutralisieren vermochte.
War das Spiel der Haltener einfallsreich und vielfältig, so zeigten die Einheimischen, dass man auch mit einfachen Mitteln zum Erfolg kommen kann. Der Ball wurde stets mit grosser Kraft nach vorne gedroschen, wo sich eine der beiden Sturmspitzen auf die Reise machte und viel zu häufig zum Abschluss kam. Wahlweise wurde der lange Angriffsball mit dem Kopf auf den lossprintenden Stürmer verlängert. Obwohl die Haltener diese Spielanlage schnell durchschauten, fanden sie kein adäquates Gegenmittel. Die langen Zuspiele fanden weiterhin die Angreifer, welche die Führungstreffer des HSV immer wieder ausglichen. Aber dann: auf die erneute Führung zum 3:4 folgte bald das 3:5 (ein unglaublicher Weitschuss von Stampfli, Tor des Jahres nichts dagegen). Weber hätte wenig später mit einem Freistoss an den Pfosten beinahe für die Vorentscheidung gesorgt. Hervorzuheben gilt es ganz besonders die Leistung des grossen Marcel Kummer, der in der vierten Dekade seines fussballerischen Schaffens mit seiner unberechenbaren Spielweise den Auftritt der Haltener ungemein belebte und bereicherte.
3:5 stand es zur Pause. Vollerfolg in Reichweite. Jetzt Nerven bewahren. Die Verteidigung wurde beim Pausentee angehalten, in der zweiten Halbzeit ihre Aufgaben pflichtbewusster zu erfüllen, die gegnerischen Angreifer sollten konsequent abgemeldet werden.
Der HSV war weiterhin um ein kreatives Spiel bemüht, doch die Durchschlagskraft der Angriffsbemühungen nahm langsam ab. Man spielte
nicht schlecht, doch war man im Abschluss nicht mehr so effizient wie zuvor. Und die Abwehr? Sie wurde weiterhin in regelmässigen Abständen mit weiten Zuspielen ausgehebelt, von Neutralisation der Sturmspitzen keine Spur. Der FC Flumenthal erzielte in der zweiten Halbzeit vier weitere Treffer, allesamt klassische Konter. Dem HSV gelangen keine weiteren Tore.
Eine ärgerliche und vermeidbare Niederlage, denn jeder weiss: wer auswärts fünf Tore erzielt und vier mal in Führung geht, darf nicht verlieren. Und doch ist es geschehen. Dies ist umso betrüblicher, als dass der HSV seine Chancen in der ersten Halbzeit so abgebrüht verwertete wie selten zuvor. Letzten Endes scheiterten sie an einem cleveren Gegner, der sein simples Spielkonzept effizient umsetzte.

Tore: 0:1 (Kummer), 1:1, 1:2 (Weber), 2:2, 2:3 (Kummer), 3:3, 3:4 (Bucher), 3:5 (Stampfli), 4:5, 5:5, 6:5, 7:5

We work in the dark

Monday, June 8th, 2009

We work in the dark — we do what we can — we give what we have. Our doubt is our passion and our passion is our task. The rest is the madness of art.
– Henry James

HSV Halten – FC Atees: 6-0

Friday, June 5th, 2009

Nach zuletzt dürftigen Leistungen stand dem HSV mit dem FC Atees die 20-Spiele-0-Punkte Mannschaft gegenüber. Eine zugleich dankbare wie auch gefährliche Aufgabe, denn die Haltener konnten in dieser Auseinandersetzung nur verlieren. Im Falle einer Niederlage drohten Hohn und Spott bis weit über die Vereinsgrenze hinaus über sie hereinzubrechen.
Der FC Atees trat mit einer im Vergleich zur Vorrunde augenscheinlich verbesserten Mannschaft an, doch die Haltener waren wild entschlossen, dieser vermurksten Rückrunde doch noch einen triumphalen Sieg abzuringen. Der HSV spielte von Beginn weg gefällig und mit traumwandlerischer Sicherheit. Dieselbe Mannschaft, die in den letzten Partien nie ihr berüchtigtes Kombinationsspiel entfalten konnte, liess den Ball nun gekonnt in den eigenen Reihen zirkulieren. Da siehst du mal, wie flüssig die spielen können, wenn ihnen genug Zeit und Raum zur Ballannahme und -weitergabe zugestanden wird. Wäre es doch immer so. Der HSV baute seine Angriffe mit bedacht über die Flügel auf, spielte sich leichtfüssig durch die Hintermannschaft der Gäste und erzielte dabei einen Treffer nach dem anderen, wobei sich vor allem
der wieder erstarkte Weber als Torjäger hervortat.
Zur Halbzeit stand es 3:0, und in ähnlichem Stil ging es weiter. Der FC Atees leistete nur bedingt Widerstand und die Haltener brillierten mit schön vorgetragenen Offensivaktionen, die sich wie durch Zauberhand in weitere Treffer verwandelten. Am Ende sollte der HSV ein halbes Dutzend Tore erzielt haben. Ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg gegen einen bescheidenen Gegner, aber doch ein starkes Lebenszeichen einer Mannschaft, die in den vergangenen Wochen sehr unglücklich agiert hat.
Es bleibt die Hoffnung, dass die spielerischen Glanzlichter auch in den beiden abschliessenden Partien nicht erlöschen werden. Den aufopferungsvoll kämpfenden Haltenern und ihrem Trainer wäre es zu gönnen.

Tore: 1:0 (Bühlmann), 2:0 (Weber), 3:0 (Stampfli), 4:0 (Weber), 5:0 (Bucher), 6:0 (Weber)

Andy Egli: Fussball(halb)gott

Wednesday, June 3rd, 2009

Noch völlig berauscht von unserem 6:0 Erfolg gegen die Fussballgiganten des FC Atees entstieg ich gegen Mitternacht in Bern dem Zug und erblickte im selben Moment Andy Egli, die Fussballlegende, der sich in seinem letzten Länderspiel unsterblich gemacht hat, als er den Ball im eigenen Tor versenkte, unwiderstehlich, ein herrlicher Treffer, man fragte sich nur: warum bloss in dieses Tor? Diese und andere Themenkomplexe wollte ich mit ihm erörtern, und die Geschichte unseres heutigen Triumphes wollte ich ihm schildern in den buntesten Farben, denn schliesslich suchen wir für nächste Saison noch einen Trainer und mir scheint Andy Egli genau der richtige Mann für diese Aufgabe zu sein. Doch als ich ihn so beobachtete, unbemerkt, aus dem Augenwinkel, da musste ich feststellen, dass er müde und abgekämpft wirkte, er gähnte unverhohlen, schlich mehr als dass er ging. Also habe ich ihn ziehen lassen. Ein andermal.