Archive for May, 2009

Go to work

Sunday, May 31st, 2009

gotowork

Fahrradhelm

Saturday, May 30th, 2009

Seit wenigen Tagen bin ich stolzer Besitzer eines Fahrradhelms, den ich auch konsequent trage. Meine Freundin sowie meine Mutter haben mich aktiv ermutigt, einen Helm aufzusetzen und auch ich kann dieser Entwicklung unterdessen Sinnhaftigkeit abgewinnen. Denn: ich werde langsam alt und die Zeiten der jugendlichen Unverwundbarkeit sind vorbei. Kleine und grössere Verletzungen, früher völlig unbekannte Gäste, besuchen mich heute regelmässig auf dem Fussballplatz oder beim Waldlauf und sie halten mich dazu an, behutsamer mit meinem Bewegungsapparat umzugehen und vor allem geduldiger zu sein, in mich hinein zu horchen und mich nicht in jede Schlacht zu werfen.
Ich habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten des aktiven Radfahrens im öffentlichen Raum einige Zusammenstösse mit Autos, Fahrrädern, Mauern und Zäunen herbeigeführt. Viel zu oft haben die Gesetze der Gravitation schmerzlich auf mich eingewirkt. Ich habe mehrfach diese beklemmende Sekunde zwischen dem Gedanken Oje, ich fliege, was nun? und dem krachenden Aufprall durchlebt. Das war nicht schön. Das nächste Mal, wenn es mich aus dem Sattel schleudert, will ich bereit sein.

Klaus F. Schmidt

Saturday, May 30th, 2009

Aus dem SPIEGEL (13.05.2009):
Klaus F. Schmidt verdiente mit einer Sprudelmaschine ein Millionenvermögen, besaß Yacht, Luxus-Sportwagen, ein Haus am See. Dann verzockte er alles am Roulette-Tisch – und wurde zum Hartz-IV-Empfänger, der Flaschen sammeln musste.

Seine wichtige Erkenntnis:

Ich habe keine Angst vor Dingen, von denen ich nichts verstehe. Ich habe oft Sachen gemacht, von denen ich nichts verstanden habe. Und es hat immer ganz gut geklappt.

Kulturwandel

Thursday, May 28th, 2009

Zeitenwende: Diese Woche das erste berndeutsche Wort in meinen aktiven Sprachgebrauch eingebaut: iu! (ein Laut, um Zustimmung zu signalisieren).

FC Lommiswil – HSV Halten: 5-1

Monday, May 25th, 2009

Mit dem FC Lommiswil und dem HSV Halten standen sich an einem frühsommerlichen Abend die zweitbeste und die zweitschlechteste Mannschaft dieser 5.Liga Gruppe gegenüber. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit.
In der Startphase machten sich beide Teams auf die Suche nach einem Spielrhythmus, den die Gastgeber zuerst fanden. Das Spielgeschehen
verlagerte sich zunehmend in die Platzhälfte der Haltener, doch noch waren die Angriffe der Lommiswiler zu ungenau, so dass sich der HSV eine halbe Stunde lang eines ausgeglichenen Spielstandes erfreuen durfte. Doch dann gewannen die Vorstösse der Platzherren an Präzision und Durchschlagskraft. Die Haltener Abwehrreihe wurde zunächst schwer erschüttert, danach mehrmals durchbrochen, wodurch den Gastgebern noch vor der Pause in schneller Folge drei Treffer gelangen. Die
Befreiungsschläge der Haltener blieben weitestgehend unkoordiniert, es fehlte der geordnete Spielaufbau. Jeder erkämpfte Ball wurde sogleich nach vorne geschlagen, wo er zumeist eine sichere Beute der gegnerischen Abwehrrecken wurde. Als dann aber ein HSV-Angreifer für einmal eines Zuspiels habhaft wurde, streckte ihn sein Gegenspieler prompt im Strafraum nieder. Den Penalty versenkt Friedli mit ein wenig Glück zum 3:1. Der umsichtig agierende Schiedsrichter pfiff zur Pause und eine Wende schien im Bereich des Möglichen. Doch leider wurde die zarte Pflanze der Hoffnung bald schon von den gross aufspielenden Lommiswilern niedergetrampelt. Mit zwei schnellen Toren erhöhten sie nach der Pause umgehend auf 5:1. Beide Treffer waren unnötig und vermeidbar, wie dies so viele Tore in letzter Zeit zu sein pflegten. Das Spiel war damit entschieden. Die Gastgeber schalteten nun einen Gang zurück und das Spielgeschehen glich sich aus. Beide Teams tauchten ab und an gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf, insgesamt blieben die Angriffe der Haltener aber zu wenig zwingend, als dass ihnen ein weiterer Torerfolg vergönnt gewesen wäre. Schrecksekunde kurz vor Schluss, als Zaugg zum wiederholten Male versuchte, ein sehenswertes Eigentor zu erzielen, was ihm aber diesmal
knapp misslang.
Die während der gesamten Rückrunde anhaltende spielerische Hilflosigkeit bescherte dem HSV eine weitere Niederlage. Für die letzten drei Partien ruhen die Hoffnungen nun auf dem Kellerkinder-Gipfeltreffen zwischen dem HSV und dem noch punktelosen FC Atees. Und dann vielleicht unverhofft eine Mini-Serie zum versöhnlichen Saisonabschluss starten.

Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 3:1 (Friedli), 4:1, 5:1

Blinkenlights

Wednesday, May 20th, 2009

Mal wieder was für den Nerd in dir (Quelle: Wikipedia).

Blinkenlights ist ein Kunstwort aus dem Text eines Warnschildes, in pseudo-englisch-deutscher Schreibweise. Die ursprüngliche Version des Textes stammt aus dem Jahre 1955 aus IBM-Rechenzentren. Das Originalwort „blinkenlichten“ bezeichnet dabei die Lampen einer Maschinenkonsole. Im Laufe der 60er und 70er Jahre verbreitete sich der Originaltext weltweit und wurde schließlich in Deutschland zu der heute bekannten Form mit dem Wort “Blinkenlights” weiterentwickelt.

Der Originaltext:

ACHTUNG! ALLES LOOKENSPEEPERS!

ALLES TURISTEN UND NONTEKNISCHEN LOOKENPEEPERS!
KOMPUTERMASCHINE IST NICHT FÜR DER GEFINGERPOKEN UND MITTENGRABEN!
ODERWISE IST EASY TO SCHNAPPEN DER SPRINGENWERK, BLOWENFUSEN UND POPPENCORKEN MIT SPITZENSPARKSEN.
IST NICHT FÜR GEWERKEN BEI DUMMKOPFEN.
DER RUBBERNECKEN SIGHTSEEREN KEEPEN DAS COTTONPICKEN HÄNDER IN DAS POCKETS MUSS.
ZO RELAXEN UND WATSCHEN DER BLINKENLICHTEN.

Die abgeänderte Form aus Deutschland mit dem Wort „Blinkenlights“:

ATTENTION

This room is fullfilled mit special electronische equippment. Fingergrabbing and pressing the cnoeppkes from the computers is allowed for die experts only! So all the “lefthanders” stay away and do not disturben the brainstorming von here working intelligencies. Otherwise you will be out thrown and kicked anderswhere! Also: please keep still and only watchen astaunished the blinkenlights.

Im Ibrox Park

Tuesday, May 19th, 2009

Strub kam heute aus Glagow zurück. Dort hat er in den vergangenen fünf Tagen viele kühne Schotten kennengelernt, das eine oder andere Bier getrunken und und und. Aber vor allem hat er im Ibrox Park das Spiel zwischen den Glasgow Rangers und dem Aberdeen FC mitverfolgt (2:1). Aus dem Ibrox Park hat er folgenden schönen Ausdruck mit nach Hause gebracht: sheep shagging bastards. Gemeint waren die Gäste aus Aberdeen. Nicht viele Genüsse übersteigen das sanfte Hochgefühl beim Besuch eines Fussballspiels in einem fremden Land, inmitten fremder Fans, die fremde Gesänge auf den Platz werfen.

Thom macht Theater

Tuesday, May 19th, 2009

Thom und seine Theatertruppe bringen ein neues Stück auf die Bühne.
Der Flyer sagt:

Die Theatergruppe Wolna präsentiert Schanotta von Georg Seidel.
Do 4. / Fr 5. / Sa 6. Juni 2009: 20.30
So 7. Juni 2009: 15.00 / 19.00
Tojo Theater
Reitschule, Neubrückstrasse 8, Bern

CDs rippen

Tuesday, May 19th, 2009

Die Antwort unter Linux lautet: sound-juicer.
Um mp3 Files zu generieren, sind folgende Packages erforderlich:

lame
gstreamer0.10-plugins-ugly
gstreamer0.10-plugins-ugly-multiverse

Aber versuchs doch mal mit ogg.

Kauft dieses Buch

Tuesday, May 19th, 2009

laurebuch

Ein wenig habe auch ich daran gearbeitet, trotzdem ist es ein überaus gelungenes Werk geworden, quasi historische Pflichtlektüre.
Worum gehts?

Die Helvetik (1798-1803) markierte einen fundamentalen Bruch in der Schweizer Geschichte. Unter dem bestimmenden Einfluss des revolutionären Frankreich wurde das alte, äußerst föderal strukturierte Corpus Helveticum zu einem Zentralstaat französischen Musters umgestaltet. Im Name des Laizismus wurden die Kirchen in der jungen Republik dem Staat unterstellt, was zu heftigen Widerständen in der Bevölkerung dieses stark konfessionell geprägten Territoriums führte, die von der Grande Nation blutig niedergeschlagen wurden. Gleichzeitig wurde die Schweiz in das napoleonische Kriegssystem eingebunden und geriet damit zwischen die Fronten der Koalitionskriege, in denen sich Frankreich den Mächten der Restauration entgegenstemmte. In dieser Umbruchsphase untersucht die im SFB 437 „Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“ entstandene Studie die Frage nach den mentalen Entwicklungen der Akteure. Vergleichend werden die Wahrnehmung und Deutung von Krieg und Nation aus der Perspektive der reformierten Pfarrer in der französischsprachigen Waadt und im deutschsprachigen Zürich untersucht. Es konnte eine Persistenz der konfessionellen Deutungskulturen in der Umbruchzeit der Helvetik festgestellt werden.

Insbesondere es all jenen, die an die universelle Überlegenheit Zürichs glauben, das Kapitel über den Geistlichen Georg Gessners ans Herz gelegt.
Also los, ab in den Bücherladen oder sofort bestellen im Internet. Ich kann euch eine persönliche Widmung der Autorin beschaffen. Wenn das mal kein Argument ist.