Archive for March, 2009

Automatisches Upgrade

Saturday, March 14th, 2009

Habe das neue Wordpress Upgrade Feature mal ausprobiert und von 2.7.0 auf 2.7.1 aktualisiert. Datenbank-Backups muss man immer noch machen, aber das Upgrade hat ganz gut geklappt. Gut gemacht, Jungs. So wird ein Schuh draus.

Die Seele des Kochs

Saturday, March 14th, 2009

Vor einigen Wochen sind wir zum IKEA in Walldorf gefahren, vorbei am neuen Stadion in Hoffenheim (dazu nächste Woche mehr, wenn Hannover 96 dort einfällt und der grosse Jiri Stajner den Rheinländern seine Aufwartung macht), unweit der Headquarters des gewaltigen Software-Konzerns SAP gelegen. Wir wollten einen Schrank kaufen, doch da die Schränke zu gross für unser kleines Fahrzeug waren, verlegten wir uns darauf, kleine Gegenstände einzusammeln, unter anderem ein Messer des Designers Mårten Cyrén. Am selben Wochenende noch las ich einen Artikel von Max Küng, der von einem Messer des legendären japanischen Meisterschmieds Keiji Kobayashi berichtete, einem erstklassigen Gefährten jedes ambitionierten Kochs, nur leider nicht ganz ungefährlich in den Händen eines Anfängers, denn ein Kobayashi durchdringt nicht nur mühelos einen Fenchelknollen, sondern auch (ebenso mühelos) menschliche Gliedmassen. Die erstklassigen japanischen Messer sind handgeschmiedet, ein Laminat aus hartem und weichem Stahl (denn der harte Stahl allein wäre zu brüchig, die Mischung machst). Sie bleiben unglaublich lange unglaublich scharf.
Nun, das IKEA-Messer ist nicht handgeschmiedet, doch ist es immerhin besser als jedes andere Schneidwerkzeug, mit dem ich jemals gearbeitet habe. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung respektabler Hobbykoch.

Das perfekte Klobuch

Saturday, March 14th, 2009

Ich habe mir ein Buch gekauft. Es trägt den Titel Unnützes Wissen und besteht aus (Zitat Buchumschlag) 1347 skurille[n] Fakten, die man nie mehr vergisst. Offenbar werden jeden Monat zwanzig dieser Fakten im Magazin Neon veröffentlicht.
Ich liebe dieses Büchlein und darum habe ich es bei Laure in der Toilette installiert. Immer wenn ich auf dem Klo sitze, kann ich nun wichtige Erkenntnisse gewinnen, wie zum Beispiel: Eristik ist die Kunst des Streitens und Debattierens mit dem Ziel, Recht zu behalten, selbst wenn man im Unrecht ist.
Ich werde jetzt oft daraus zitieren.

Das Geld den Frauen

Saturday, March 14th, 2009

Letzte Woche, Artikel im Magazin, These: Frauen können besser mit Geld umgehen als Männer (durchaus nachvollziehbar). Im Artikel wird auf eine geradezu sensationelle Studie hingewiesen: Prof. Renate Schuber von der ETH Zürich hat das Entscheidungsverhalten von Frauen und Männern bei Geldanlagen empirisch untersucht.

In einem Experiment verfügten männliche und weibliche Probanden über gleiches Einkommen, Vermögen und Wissen. Standen die Versuchspersonen vor einer unsicheren Finanzmarktentscheidung, fühlten sich die Männer trotzdem besser informiert als die Frauen. Je mehr Informationen die Männer aber erhielten, desto risikoscheuer wurden sie und verloren sogar ganz das Interesse. Die Frauen waren skeptischer, was das eigene Wissen betrifft, und wünschten sich mehr Informationen, bevor sie sich entschieden. Im Gegensatz dazu zeigten sich Männer ohne objektive Gründe optimistisch. Sogar Gerüchte und Tipps motivierten sie zu hohen Einsätzen: Je irrationaler die Wissensgrundlage, desto sicherer fühlten sie sich. Männer, so das Fazit, bevorzugen Entscheidungssituationen, die Spielcharakter haben und einen Nervenkitzel versprechen, während dieses Gambling-Gen Frauen fehlt.

Ohne Worte.
Oder doch: das überrascht mich nicht. Viele Männer denken nun mal, dass sie furchtbar schlau sind, sehen in Gerüchten ihre Strategie bestätigt und ignorieren gegenteilige Informationen. Testosteron erzeugt Vertrauen und lässt uns irrationale Risiken eingehen. Ziemliches Trauerspiel, wir sollten die Finger davon lassen und die Frauen über das Geld herrschen lassen. Einen Versuch wäre es wert.

Vom Sozialist zum Kapitalist

Saturday, March 14th, 2009

Wer mit zwanzig kein Sozialist ist, hat kein Herz – wer es mit vierzig immer noch ist, hat keinen Verstand.

– Winston Churchill

Tja, langsam spüre ich die Kräfte, die Churchill beschrieben hat. Wir brauchen einen humanitären, ausgleichenden, kreativen Kapitalismus. Lächerlich, ein Widerspruch in sich selbst, schreit ihr? Noch, sage ich, noch ist es ein Widerspruch, aber alles ist wandelbar, sogar dieses System. Ich kenne viele junge intelligente Leute, die soziale Gerechtigkeit fordern, aber gleichzeitig der Überzeugung sind, dass harte Arbeit sich auch finanziell auszahlen muss. Leistung muss sich lohnen, aber die haarsträubenden kapitalistischen Auswüchse müssen eliminiert werden. An den Pranger mit diesen Idioten. Vielleicht hilft uns die Krise, auszumisten und neu zu ordnen. Vielleicht wird mehr Weitsicht einkehren, vielleicht werden die Entscheidungsträger demütiger. Demut – das ist ein wichtiges Wort. Da könnten sich viele ein Stück von abschneiden.

Auflauf mit Käsekruste

Sunday, March 8th, 2009
  1. 1 Paket Penne weich kochen, abgiessen, Öl dazugeben
  2. 2 dl Halbrahm, 3 Eier, 120g Reibkäse in Gefäss vermengen, kräftig würzen (Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kräuter)
  3. Glasform einfetten, Pasta rein
  4. 250g Champignons in Scheiben schneiden, rein in die Form
  5. 1 grosse Dose Thon zerzupfen, rein in die Form
  6. Alles mischen, Sauce drübergiessen
  7. 120g Reibkäse oben draufstreuen
  8. In den Backofen damit, 40 Minuten bei 200 Grad backen
  9. Fertig

Aus: DAS MAGAZIN, Nr. 5 2009.

Sin City

Sunday, March 8th, 2009

Ein Zitat aus dem Film Sin City, das ich aus unerfindlichen Gründen mag:

These are the old days, the bad days, the all-or-nothing days.

Wie in den alten Tagen, den bösen Tagen, den Friss-oder-stirb-Tagen. Sie sind wieder da.

Genau wie bei den Bildern von Jean-Michel Basquiat: völlig unreflektierter intuitiver Zugang.
Oder wie es der Spitzenkoch Ferran Adrià ausgedrückt hat: Die Architektur von Norman Foster verstehe ich nicht, aber ich fühle etwas, wenn ich sie mir ansehe.

Rise Against – Appeal to Reason

Sunday, March 8th, 2009

Ich habe jetzt bemerkt: Wenn man programmiert, wenn man Bugs im Code sucht, dann kann Punk nicht schaden.
Seit einigen Wochen schon liegt die neue Platte der US-amerikanischen Band Rise Against, die den Namen Appeal to Reason trägt, auf meinem Schreibtisch, doch reingehört habe ich bis letzte Woche nicht. Nach der ersten Kontaktaufnahme wurde aber schlagartig klar: Bombastische Scheibe, der Sänger schreit sich die Seele aus dem Leib, die Stromgitarren jaulen, so muss es sein beim Punk. Und wie gesagt: Fehler lassen sich damit vorzüglich finden. Zwar keine komplexen Deadlocks mit vier beteiligen Threads, aber immerhin.

Rise Against

Sehnsucht wecken

Sunday, March 8th, 2009

Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois, couper des planches et distribuer du travail, mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

– Antoine de Saint-Exupéry

Das ist wieder mal ein Happen Weisheit, wo du sagen musst: genau so ist es. Andere füllen ganze Bücher, um das zu erklären, Antoine schmelzt viel Gerede auf dieses eingängige Bild zusammen. Das ist die hohe Kunst. Wie er es selber sagte: Perfektion ist erreicht, nicht wenn du nichts mehr hinzufügen, sondern wenn du nichts mehr wegnehmen kannst. Sehr beeindruckend, Monsieur de Saint-Exupéry.