Max Küng hat mal in einer seiner grandiosen Reportagen herausgefunden, dass die beste Schokolade der Welt aus Italien stammt und den schönen Namen Domori trägt. Welch freudige Überraschung, als ich in Tübingen in einem Delikatessenladen just diese Schokolade erspäht und sogleich gekauft habe. Raus aus dem Laden, Laure beschwörend angeblickt, Augen weit aufgerissen, die Stimme leise und eindringlich: dies ist die beste Schokolade der Welt, meine liebe Laure, Vorsicht beim Verzehr, eine Geschmacksexplosion ist zu erwarten in unseren Mündern. Gierig verschlang ich das pechschwarze Gold. Wahrscheinlich hat ein Vierteljahrhundert Milchschokolade meinen Geschmackssinn abgestumpft, aber von Feuerwerk keine Spur. Ich bin ein Opfer der Kondensmilch in der Schokolade (merke: Schokolade+Kondensmilch=Milchschokolade). Ich konnte nichts finden an diesem reinen, qualitativ hochwertigen Produkt. Also werde ich auch weiterhin die minderwertige Schokolade aus Konsumkakao (auch bulk genannt) und Kondensmilch verzehren, das Brot der Armen. Das Leben ist schuld.
Archive for August, 2007
Domori
Friday, August 31st, 2007Von Spechten, die Mauern durchbrechen
Wednesday, August 29th, 2007Ein interessantes Projekt zweier Künstler, heute im Kulturplatz auf SF1 gesehen: picidae.net oder wie man die Chinesische Staatsfirewall durchbricht. Die packen das Internet in Bilder. Wirklich schlau, schaut es euch an.
Multithreading
Wednesday, August 29th, 2007So, schon länger nichts mehr geschrieben, mächtig am rocken, bald schon in den Ferien und vieles muss noch erledigt werden. Der RFID Reader läuft unterdessen einwandfrei, ein Teufelsgerät, ersonnen von Harald Welte et al., der bereits Netfilter und OpenMoko entwickelt hat. Dazu irgendwann später mehr. Heute Abend die Tür geölt, die Steuererklärung endlich ausgefüllt und mich für den Kampf bei der Berner Steuerverwaltung aufgerüstet. Dazu die Küche geputzt, den FCZ bei der Niederlage in Istanbul begleitet und jede Menge gute Musik gehört: Das Rock Special (mit meinen geliebten Fratellis) und direkt anschliessend eine Sendung mit dem schönen Namen Sounds auf DRS3. Danach MTV und der Erkenntnis, dass die Editors doch nicht so doof sind wie bisher angenommen: An End Has a Start, nicht übel, nachdem ich die letzte Scheibe aufgrund von fachkundigen Hinweisen aus dem erweiterten Freundeskreis blind gekauft und für schlecht befunden habe.
SMS Terror
Monday, August 20th, 2007Ein SMS von Adi empfangen:
Stop diesen spam!;-)
Ich war zunächst massiv irritiert, doch ein Blick in den SMS Ausgangsordner liess mich erstarren: ich hatte ein an Strub gerichtetes SMS nicht weniger als 15x an Adi übermittelt. Der immer gleiche Inhalt, 15x, und das im Zug sitzend, Handy in der Hosentasche, völlig unbemerkt. Eine bemerkenswerte Leistung wie ich finde, wenn auch wenig angenehm für Adi, der unglücklicherweise ganz oben auf meiner Adressliste steht und deshalb das Opfer dieser DoS Attacke wurde. Nun muss ich gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wie ich mit wenigen Handgriffen die letztgeschriebene SMS an den ersten Adressbucheintrag schicken kann. Ich nehme dies als Ausdruck des Triumphs des Unterbewusstseins über die bewusste Handlung. In dieselbe Kategorie fällt auch die gesprochene Uhrzeit. Manchmal meldet sich eine Frauenstimme aus meiner Jacke, verkündet laut und deutlich die Tageszeit, mit klarer Stimme, aber durch gezielte Manipulation des Gerätes habe ich sie noch nie zum sprechen gebracht (habs auch noch nie versucht, aber egal).
So, es ist spät geworden und langsam werden die Inhalte der Einträge bedenklich schlecht. Also Ruhe jetzt.
Die Auserwählten
Monday, August 20th, 2007Elmar Ledergerber im Magazin (Nr 33/2007, Bekenntnisse):
Was ich mag:
Wenn Zürich immer wieder zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität gewählt wird. Dass das Verwaltungsgericht endlich den Weg frei macht für das neue Hardturmstadion.
Danke, Elmar. Beinahe begann ich zu weinen ob so viel Klugheit. Ich war erstaunt, dass in der Was ich nicht mag Rubrik nirgends auftauchte: Dass das Globus-Provisiorium immer noch steht.
Dr. Laure erforscht in einer vergleichenden Studie die reformierten Züricher und Waadtländer Pfarrer in der Helvetik (1798-1803) und sie hat in den Archiven Überraschendes zu Tage gefördert: Die Züricher hielten sich bereits vor 200 Jahren für die Auserwählten Gottes. Dieser Glaube hat sich über die Jahrhunderte nicht verflüchtigt, sondern vielmehr verfestigt. Quasi genetisch bedingt. Und auf einen Schlag sind alle Fragen beantwortet.
Luciens Weisheit
Monday, August 20th, 2007Lucien Favre sagt:
Wenn man richtig arbeitet, wenn man seriös arbeitet, über eine lange Zeit hinweg, dann wird man belohnt. Das ist die einzige Gerechtigkeit, die es gibt auf der Welt.
Ganz allein Laure gewidmet.
Google Ranking
Sunday, August 19th, 2007Wenn man bei Google zaugg oder gerry zaugg oder gerhard zaugg eintippt, dann taucht dieser Blog nirgends auf (Stand: August 2007). Das muss sich aus Gründen der Eitelkeit rasch ändern. Darum werde ich Massnahmen ergreifen:
- Sinnvoller title Tag
Nicht mehr bloss zauggge, sondern was aussagekräftigeres wie Zaugg schreibt. Google misst dem title Tag offenbar grosse Bedeutung bei. Tippt man nämlich zauggge ein, dann landet der Blog doch tatsächlich an erster Stelle. Mag auch daran liegen, dass zauggge ein weitaus seltener Begriff ist als dies zaugg sein wird. Trotzdem: Blog Titel ändern, denn bei Wordpress gilt: Blog Titel = title tag. - Schlüsselwortdichte
Google liebt vielfache Wiederholung von wichtigen Wörtern (in meinem Fall: zaugg, gerry zaugg, gerhard zaugg), denn Google ist schlau und weiss: hohe Dichte = wichtig. Also müsste meine Startseite statisch sein (und nicht die letzten Einträge anzeigen) und mein Name müsste sehr häufig auftauchen auf dieser Startseite (vergleiche Das Schweigen der Lämmer, als die Mutter der Entführten zum psychopatischen Entführer spricht – häufige Wiederholung des Namens der Tochter). Nichts würde ich lieber tun als meinen eigenen Namen oft auf der Willkommensseite zu platzieren, aber ich fürchte, dass dies den Leser irritieren oder abschrecken könnte. Niemals darf man den Inhalt der Form opfern. Natürlich gäbe es miese Tricks wie weisse Schrift auf weissen Grund, aber Google ist schlau und Betrugsversuche werden rigoros geahndet, also sofort wieder vergessen. Eine statische Startseite mit einigen einleitenden Worten hingegen scheint durchaus sinnvoll zu sein, den Neuankömmling verwirren die Einträge bloss, da muss endlich eine klare Linie eingebaut werden, damit die Menschen begreifen, worum es hier geht.
Also Titel ändern (erledigt) und statische Startseite (noch nicht erledigt), dann abwarten, was geschieht. Und immer mal wieder zaugg bei Google eintippen.
p.s. Der massgebende Indikator für die Wichtigkeit einer Seite ist aber immer noch die Anzahl der Links, die auf die Seite verweisen. Also los, verlinken, und das recht bald.
FCZ – Besiktas
Friday, August 17th, 2007Schon wieder Fussball. Darf doch nicht wahr sein.
Was soll ich dir sagen? Das wird nichts werden mit weiterkommen, ich sage nur: Champions League im neuen Letzi. Schön wars trotzdem gestern Abend. Die letzten 30 Sekunden haben für viel uninspiriertes Gekicke entschädigt. Jetzt sagst du natürlich: jeder zweite Eintrag über den FCZ, du als bekennender Sion-Fan, schäme dich, das ist ungesund. Du hast recht: ich bin zu häufig in diesem fremden alten hässlichen Stadion, aber was soll ich machen? Die Jungs schleppen mich mit und Spass macht es jedes Mal. Kurze Chronologie des Spielverlaufs: Fataler Aegerter Fehlpass in Minute 3, Delgado schiebt locker zum 0:1 ein. Der FCZ müht sich in den folgenden 90 Minuten redlich ab, aber man hat ständig das Gefühl: Zu viel durch die Mitte, und da stehen sie gut, die Türken, kein Durchkommen. Und wenn sie sich sagen: über die Flügel muss es laufen und alsbald den Ball nach aussen spielen, dann schlägt Rochat einen fürchterlichen Flankenball ins Weissnichtwo. Aber dann beginnen die Türken mit Spielverzögerung, liegen ständig auf dem Boden rum, rühren sich nicht mehr, man denkt schon: Reanimation. Der Schiri, gar nicht dumm, durchschaut dieses Treiben und lässt 6 Minuten nachspielen. Just in der letzten Minute gelingt Alphonse der erlösende Ausgleich. Jubel grenzenlos. Und dann noch emotionaler Höhepunkt: Steve von Bergen verlässt den FCZ und folgt Trainer Favre nach Berlin. Irgendwie verständlich, aber es schmerzt trotzdem.
Fussballleiden(schaft)
Thursday, August 16th, 2007Heute Abend, blutend, schwitzend, keuchend, verlierend, habe ich zum wiederholten Male meine Liebe zum Fussball wieder entdeckt. Ich bewege mich unterdessen auf tiefstem Schweizer Niveau, 5. Liga, Solothurn, Gruppe 1. Was soll ich dir sagen: wir haben gekämpft und geflucht, und manchmal, in den magischen Momenten, die es, unnötig zu sagen, in dieser Liga allzu selten gibt, hat gar ein Zuspiel seinen Bestimmungsort erreicht. Die technischen Mittel der Spieler (auch meine eigenen, dass soll hier nicht verschwiegen werden) halten sich in engen Grenzen, aber gegrätscht und gehalten und zum Rundumschlag angesetzt wird wie bei den Grossen. Es war denn auch ein klassischer Schwinger, der mich am Kopf erwischt hat (keine Absicht, klar, einfach gedacht: da muss ich mir mal Platz verschaffen). Also begann die Nase zu bluten, ich sage nur: Wasserfall. Jetzt schreibt das Reglement vor, dass blutende Spieler nicht mehr mittun dürfen, glücklicherweise hat es der Schiedsrichter nicht gesehen, er wurde aber freundlicherweise nach 5 Minuten von meinem direkten Gegenspieler darauf aufmerksam gemacht, nur da war das Nasenbluten bereits vorüber. Habe ich mir natürlich kurzfristig ins Fäustchen gelacht, frage nicht. Leider vermochten wir das Spiel nach 0:2 Rückstand gegen die Fussballgrossmacht FC Flumenthal nicht mehr zu wenden, lediglich der Anschlusstreffen war uns noch vergönnt. Macht nichts, nächsten Mittwoch putzen wir den FC Atees Solothurn weg, wäre doch gelacht.
Magnetkartenleser
Sunday, August 5th, 2007Heute zu später Stunde, als es fast schon morgen war, ist es mir gelungen, die Daten auf einer Magnetstreifenkarte über das Mikrofon in das Notebook zu speisen. Habe nicht ich erfunden, bloss nachgebaut, was Joe Battaglia am letzten CCC-Kongress erläutert hat. Mehr dazu noch diese Woche. Und Bilder der Konstruktion, sobald ich eine Digitalkamera habe.