Die Manufaktur Mövenpick versteht was von der hohen Kunst der Glaceherstellung. In Tübingen ziehe ich mit Laure häfig von Eisdiele zu Eisdiele und wir schaufeln massig Kugeln aller Farben in uns rein, ich immer Pistazie + etwas Exotisches (z.B. Mango), Laure hat einen leichten Hang zu Schokoeis. Und obwohl die Kugeln gross und billig und von erstklassiger Qualität sind (vor allem beim Italiener da unten), reicht es doch nicht ganz an das Kleinod heran, das ich heute im Coop sanft in der Kühltruhe ruhend vorfand: Mövenpick Pistachio Classics Ice Cream, die Vollendung der Nahrungssynthese. Also gab ich einem starken inneren Verlangen nach und griff tief in den kalten Graben, um alsbald eine Packung diese köstlichen Gutes im heimischen Tiefkühlfach zu verstauen. Heute Abend dann, Beine hochgelagert, Fussballspiel auf Eurosport, und dazu: Halleluja, halleluja, Geschmacksentfaltung in meinem Munde.
Ich finde generell, dass Pistazieneis unterbewertet wird. Niemand scheint es zu mögen ausser mir. So hat alles begonnen: Als Knirps war meine Lieblingsfarbe grün (sie ist es noch heute) und natürlich, als ich das erste mal vor dem Softeisstand stand und wählen musste zwischen gelb (Vanille), rot (Erdbeere) und grün (Pistache), habe ich mich instinktiv für das richtige entschieden, frage nicht. Ich habe es nie bereut.
Archive for July, 2007
Pistachio
Saturday, July 14th, 2007Moustache
Friday, July 13th, 2007Beinahe schon lange ist es her, seit ich mit Thom, Sarah und Tristian in Singapur und auf der bezaubernden Insel Koh Jum zwei entspannende Ferienwochen verbracht habe. Der beste Nebeneffekt dieses Urlaubes war Thoms Leistung, dank Tristans Überzeugungskraft und logischer Beweisführung dem Rauchen abzuschwören (Respekt, mit 10 Jahren schon ein Menschenleben gerettet). Der zweitbeste Nebeneffekt war eine Wette mit Sarah, die ich nach Lage der Dinge gewinnen werde. Worum gehts: Sarah hat in ihrer Hängematte liegend prophezeit, dass in diesem Jahr (=2007) junge hippe urbane Menschen den Schnurrbart wiederentdecken werden. Blödsinn, habe ich gesagt, niemals.
Ein Erklärungsversuch: Thom trug zu der Zeit eine Andeutung eines Moustache, ein schüchterner Flaum mehr, was Sarah in ihrer Überzeugung bekräftigt haben dürfte. Nun, meine Argumentation beruhte mehr auf ästhetischen Überlegungen, was aber zugegebenermassen höchst unzuverlässig ist, ich erinnere bloss an den unsäglichen Disko-Bart (Thom-Terminologie), diese neckische Rasur-Auslassung zwischen Mund und Kinnspitze. Ein Unsinn, der immer noch allgegenwärtig ist auf den Tanzflächen dieses Landes.
Die Laufzeit der Wette beträgt exakt ein Jahr; am Sylvesterabend dieses Jahres wird sie ihr Ende finden. Bisher habe ich noch keine Anzeichen einer sich abzeichnenden Moustache-Welle entdeckt, die über uns hereinbrechen könnte (mir schwante Böses während des Borat-Hypes). Wie sich der Schwellenwert zur Bestimmung der Schnurrbartdichte genau errechnet, haben wir nie besprochen, aber irgendwie muss ein Trend dahingehend sichtbar sein. Soll heissen, ab in die FCZ-Fankurve (denn dort stehen die jungen hippen Menschen), den Notizblock hervor und zu zählen beginnen. Wird die magische 10% Marke nicht überschnitten, dann bin ich der Sieger. Ansonsten ziehe ich meinen Hut.
p.s. Thom hat den Moustache noch während der Ferien entfernt. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist.
Positive Risikoverfügung
Friday, July 13th, 2007Die Armee schickt mir einen Brief:
“Nach erfolgter Risikobeurteilung durch die Fachstelle für Personensicherheitsprüfungen werden Sie im Sinne von BWIS und PSPV als kein Sicherheitsrisiko erachtet. Für die Übertragung der Funktion oder der Aufgaben bzw. Erteilung des Auftrags im Rahmen der Prüfstufe bestehen somit keine Sicherheitsbedenken.”
Da sage ich: Juhuu!
Philosophers’ World Cup
Friday, July 13th, 2007Zufällig das berühmte Philosophen-Fussballspiel von Monty Python entdeckt. Köstlich.
Oonagh
Sunday, July 8th, 2007Eine Kollegin von Laure trägt den schönen Namen Unna. Dachte ich zumindest. Bis ich erfahren habe, dass sie Oonagh (sprich: Uuna) heisst und nicht deutscher, sondern irländisch-französischer Abstammung ist. Eine unglaubliche Zeichenkette wie ich finde, auf den ersten Blick scheint der Name lang, gebrechlich und schwer aussprechbar zu sein, bei genauem hinsehen jedoch besticht er durch seine kurze, knappe, kraftvolle und wohlklingende Ausbildung. Die Iren, sie wissen sich Namen zu geben. Ich erinnere an den Nachnamen Mudge (ausgesprochen wie: much), der einen berühmten Hacker derart fazinierte, dass er sich gar selber danach benannte.
Aber der schönste Name der Welt ist immer noch Laure, mit grossem Abstand, frage nicht.
Make Your Own Printed Circuit Boards
Sunday, July 8th, 2007Immer wieder lustig: Make Magazine Weekend Projects.
Heute: Make Your Own Printed Circuit Boards on a Laserjet!
Gurten gucken
Tuesday, July 3rd, 2007Nicht mehr lange ists hin und wir werden zum Gurten hochsteigen und uns gehörig mit Musik volllaufen lassen, vorgetragen von grossartigen Bands mit exotisch klingenden Namen wie “Shantel & Bucovina Club Orkestar” oder “Baschi”. Um das Gelände vorgängig zu rekogniszieren, bin ich letzte Woche auf den Gurten geradelt, in Begleitung von Thomas Reufer, Arbeitskollege, der mir verdankenswerterweise ein VTT zur Verfügung gestellt hat. Oben auf dem Berg *keuch* hat es nicht nur eine riesige Wiese, einen Aussichtsturm, ein exklusives Restaurant, ein Kongresszentrum, eine Miniatur-Eisenbahn, ein Luginbühl-Kunstwerk und ein Bergbähnli, sondern (leicht versteckt) auch eine Sprungschanze aus Vor-Simi-Zeiten. Fantastisch, wie ich finde. Herr Reufer hat mir bei einer Fahrt über die Wiese genauestens erläutert, wo welche Bühne stehen wird. Ich bin sicher: wenn das Wetter mitspielt und die melancholische “Bärn I ha di gärn” Stimmung um sich greift, dann wird es legendär werden. Berichte hierzu werden nachgereicht.
Bart muss weg
Tuesday, July 3rd, 2007Wie Roli gestern richtig erkannt hat, habe ich meinen Bart abgelegt, so dass dies Bild zu beiden Seiten des Schriftzugs (man werfe einen Blick auf den Header) falsche Erwartungen weckt. Sobald ich wieder über eine Kamera verfüge (es möge eine billige BenQ sein), werde ich unzählige Bilder von mir anfertigen und eines davon im Header platzieren. Oder gleich weg mit den Bildern, damit keiner weiss, wie ich aussehe. Obwohl: geht nicht, zu eitel.
Heavy Metal
Tuesday, July 3rd, 2007Laure hat mir unlängst von einer wissenschaftlichen Studie berichtet, deren Ergebnis mich persönlich wenig überrascht (Details mögen falsch sein, ich lege Wert auf die Kernaussage): Eine Frau designt Rasierapparate. Grosse und kleine, leichte und schwere, anmutige und hässliche. Die Geräte sehen unterschiedlich aus, fühlen sich unterschiedlich an, verfügen jedoch über dasselbe Rasierwerk (= dieselbe Rasurqualität).
Männer testen und bewerten die Apparate. Ergebnis: durchwegs werden die mit LEDs bestückten schweren Geräte als tauglicher eingestuft. Fazit: Männer mögen schwere Geräte, die blinken. Und ich muss sagen: darin erkenne ich mich wieder, denn ein Rasierapparat muss schwer sein, und da muss es LEDs haben, die störungsfreien Betrieb signalisieren. Genauso wie auch das Kabelmodem und der Router blinken müssen, und immer grün, im Sekundentakt, das beruhigt ungemein.
p.s. Ich habe meine Liebe zu den Schreibern der Manufaktur Edding wiederentdeckt: mein derzeitiger Favorit: edding 1800. 0.7mm Schreibwonne. Gehen Sie ins Fachgeschäschft und kaufen Sie sich einen. Sie werden es nicht bereuen.