Archive for March, 2007

Die Linken irrlichtern

Sunday, March 11th, 2007

Früher war vieles besser in der Schweizer Politik. Früher bestimmten die Linken den politischen Diskurs, stiessen die wichtigen Themen an, deckten Missstände auf und rüttelten an verkrusteten Strukturen. Heute ist die Linke ideenlos, fad, lau, langweilig, befindet sich in einem ständigen Rückzugskampf gegen den rechten Dogmatismus. Man muss es sagen: die Linken begegnen den Problemen von heute mit den Ideen von gestern, die immer gleichen Antworten auf immer neue Fragen. Wo sind die Vordenker, die Geistesriesen, zu denen man aufgeblickt und deren intellektuelle Beschlagenheit man bewundert hat. Ist es an der Zeit, selber in den Ring zu steigen?

Todsünde

Sunday, March 11th, 2007

Heute musste ich mir eingestehen, dass ich meine in erstaunlicher Regelmässigkeit erscheinenden Beiträge offenbar nur aus dem niederen Beweggrund eintippe: Geltungssucht. Würde ich ein ernsthaftes, tiefes, intimes Tagebuch führen, dann wäre dessen Inhalt nicht für das Internet bestimmt, dann würde ich wie bis anhin in mein schwarzes Büchlein kritzeln und die gefüllten Bänder an einem namenlosen Ort aufbewahren. Also mache ich es nur, um den Menschen zu gefallen, um Anerkennung zu erfahren, aus purer Eitelkeit. Das ist erschreckend und doch nur allzu menschlich. Ich wünschte, dass ich das Lächeln dahinter erkennen könnte.

Zukunftsvision

Sunday, March 11th, 2007

Nachdenken über die Zukunft des Internet. Es beginnt interessant zu werden. Das Medium ist einem steten Wandel unterworfen. Wer versteht, was vor sich geht, ist in einer beneidenswerten Lage.

Neue Musik

Saturday, March 10th, 2007

Heute in den Plattenladen gegangen und einige interessante neue Alben erworben:

  • … And You Will Know Us By The Trail of Dead – So Divided
  • The Automatic – Not Accepted Anywhere
  • Jonny Lives! – Get Steady

Vielleicht schafft es das eine oder andere in die Plattenkiste.

Saturday, March 10th, 2007

Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was repräsentiert dann ein leerer Schreibtisch?

– Albert Einstein

GPL und LGPL

Saturday, March 10th, 2007

Die GPL (General Public License) gewährt jedermann die folgenden vier Freiheiten als Bestandteile der Lizenz.

  1. Das Programm darf ohne jede Einschränkung für jeden Zweck genutzt werden. Kommerzielle Nutzung ist hierbei ausdrücklich gewollt.
  2. Kopien des Programms dürfen kostenlos oder auch gegen Geld verteilt werden, wobei der Quellcode mitverteilt oder dem Empfänger des Programms auf Anfrage zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt werden muss. Dem Empfänger müssen dieselben Freiheiten gewährt werden – wer z. B. eine Kopie gegen Geld empfängt, hat weiterhin das Recht, diese dann kommerziell oder auch kostenlos zu verbreiten. Lizenzgebühren sind nicht erlaubt. Niemand ist verpflichtet, Kopien zu verteilen, weder im Allgemeinen, noch an irgendeine bestimmte Person – aber wenn er es tut, dann nur nach diesen Regeln.
  3. Die Arbeitsweise eines Programms darf studiert und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.
  4. Es dürfen auch die gemäß Freiheit 3 veränderten Versionen des Programms unter den Regeln von Freiheit 2 vertrieben werden, wobei dem Empfänger des Programms der Quellcode der veränderten Version verfügbar gemacht werden muss. Veränderte Versionen müssen nicht veröffentlicht werden; aber wenn sie veröffentlicht werden, dann darf dies nur unter den Regeln von Freiheit 2 geschehen.

Im Gegensatz zur GPL dürfen alle Programme, welche die LGPL-lizenzierte (Lesser General Public License) Software nur extern benutzen, zum Beispiel als DLL Files, ihre eigene Lizenz behalten. Damit eignet sich die LGPL besonders als Lizenz für Bibliotheken, deren Benutzung man auch Programmierern proprietärer Programme erlauben will. Soll die unter der LGPL lizenzierte Software dagegen fest in ein anderes Programm eingebunden werden, muss auch das andere Programm unter der LGPL bzw. einer kompatiblen Lizenz stehen.

Godwin’s Law

Saturday, March 10th, 2007

Godwin’s Law besagt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Nazi/Hitler-Vergleichs mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion gegen eins strebt.

Hannover: noch eine Woche

Monday, March 5th, 2007

Nun, ich arbeite auch diese Woche noch in Hannover, allerdings wurde ich in die SIV (System Integration and Verification) umgesiedelt, wo ich jetzt meine eigene höchst unfertige SNMP-Software teste. Droht ein Riesenspass zu werden. Ich sitze hier in einem Büro, da war früher ein netter Herr drin, der immer noch vom Hinweisschild neben der Tür strahlt. Ich verfüge über mehrere Tische, Schränke, Stühle, ein Clipboard, eine Tafel, ein Telefon und ein Notebook der Manufaktur acer. Die Grösse des Raumes ist beänstigend, hier oben pferchen sie die Leute nicht so zusammen wie unten in der Entwicklung. Die wissen zu leben, die hier oben, aber bei uns unten ists gemütlicher.
Ich bleibe noch diese Woche hier, habe nicht widersprochen, als ich gefragt wurde, und es ist auch in Ordnung für mich, aber nächste Woche will ich wieder in Bern arbeiten, Fussball spielen gehen, komische Themen mit komischen Mitmenschen bis tief in die Nacht erörtern.

Dreiste Diebe

Monday, March 5th, 2007

Es wurde eingebrochen bei uns in Bern. Die Männer waren nicht da, nur die schlafende Frau, und wir müssen es Glück nennen, dass nur Gegenstände verschwunden sind und unsere Mitbewohnerin unbeschadet geblieben ist. Der Kerl hat sich alle Elektrogeräte geschnappt, derer er habhaft werden konnte, unter anderem auch mein brandneues Notebook der Manufaktur Lenovo. Natürlich sagen jetzt alle: Scheisse, billiger Müll, alles kopiert vom grossen IBM Thinkpad, aber ich muss sagen: kein schlechtes Gerärat für den kleinen Preis (Media-Markt, 1111.-). Jedenfalls habe ich mir gedacht: Jetzt, da es schon weg ist, muss ein richtiges Notebook her, IBM Thinkpad Z61m, genau was ich brauche, kann nicht viel mehr, aber doppelt so teuer. Doch leider kann digitec.ch nicht liefern, muss wahrscheinlich auf arp datacon ausweichen. Aber dann: mein lieber Mann. Programmierprobleme lösen sich von selber, so viel ist sicher.

Trail of Dead Konzert

Monday, March 5th, 2007

Sarah hat mir ein SMS geschrieben:

Lieber Gerry – morgen ist you-will-know-us-konzert im frison!:-)

Natürlich, ich weiss, ich weiss es nur zu gut, es ist rot angestrichen in meinem Kalender, aber ich sitze hier in Hannover fest und bin nicht dort in Fribourg. Ich wollte vergessen, dass ich es weiss, ich wollte den Abend an mir vorbeistreichen lassen, nichts ahnend, und nun werde ich schmerzlich an dieses bestimmt grossartige Ereignis erinnert. Ich spüre den Schmerz in meiner Brust, ich schliesse die Augen und atme tief ein. Sie werden wieder kommen. Bestimmt. Dann werde ich da sein und zuhören wie sie spielen, wie von einem anderen Stern.