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	<title>Zaugg schreibt</title>
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	<description>Die Wege, die ich gegangen bin</description>
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		<title>Twitter Sidebar</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 21:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wird einigen aufgefallen sein: ich habe ein Wordpress-Twitter-Plugin installiert (siehe Sidebar rechts), das dafür sorgt, dass meine Tweets auf diesen Blog abgebildet werden. Die Idee: kleine Happen in Twitter, grosse Happen in den Blog, aber alles auf einen Blick sichtbar, grosses wie kleines.
Zudem wird Twitter als Frühwarnsystem verwendet. Wenn beispielsweise in einem Tweet ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird einigen aufgefallen sein: ich habe ein Wordpress-Twitter-Plugin installiert (siehe Sidebar rechts), das dafür sorgt, dass meine Tweets auf diesen Blog abgebildet werden. Die Idee: kleine Happen in Twitter, grosse Happen in den Blog, aber alles auf einen Blick sichtbar, grosses wie kleines.<br />
Zudem wird Twitter als Frühwarnsystem verwendet. Wenn beispielsweise in einem Tweet ein Museumsbesuch erwähnt wird, darf damit gerechnet werden, dass irgendwann ein ausführlicher Bericht zu diesem Thema folgen wird. Vielleicht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Walk on</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 17:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Schwester ist ein grosser Fan der irischen Band U2. Bald kommt Bono und die mit ihm auf der Bühne stehen dürfen (The Edge, Mullen, Clayton) nach Zürich und spielen einige Lieder. Meine Schwester wird gewiss auch dort sein.
Von allen Songs, die U2 aufgenommen haben und die ich kenne, gefällt mir Walk on am besten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Schwester ist ein grosser Fan der irischen Band U2. Bald kommt Bono und die mit ihm auf der Bühne stehen dürfen (The Edge, Mullen, Clayton) nach Zürich und spielen einige Lieder. Meine Schwester wird gewiss auch dort sein.<br />
Von allen Songs, die U2 aufgenommen haben und die ich kenne, gefällt mir <em>Walk on</em> am besten. Besonders dieser Teil:</p>
<blockquote><p>
All that you fashion<br />
All that you make<br />
All that you build<br />
All that you break<br />
All that you measure<br />
All that you steal<br />
All this you can leave behind
</p></blockquote>
<p>Das Video ist auch ganz gut gemacht. Da sieht man direkt, dass der Bono ein grosser Menschenfreund ist. Ein nettes Wort für jeden und dann immer auch der Hinweis auf <em>Aung San Suu Kyi</em>, die burmesische Oppositionsführerin. Ich glaube, wenn der Bono könnte, würde er die ganze Welt retten. Aber das ist eine schwere Aufgabe. Nun, er tut sein bestes.<br />
Thoms irischer Englisch-Professor hat mal gesagt: Joyce, Beckett, Bono, so ist die Reihenfolge. Recht hat er.</p>
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		<title>Helmut und Loki</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 10:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Nacht im Fernsehen gesehen, ein Gespräch zwischen Giovanni di Lorenzo und Helmut Schmidt sowie seiner Frau Loki (beide zirka 90 Jahre alt, kennen sich seit 80 Jahren, 66 Jahre verheiratet, beide munter rauchend).
Das Ende des Gesprächs, Loki legt ihre Hand liebevoll auf Helmuts Knie:

L: Ich möchte lieber, dass wir beide gemeinsam davongehen.
H: Das hast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Nacht im Fernsehen gesehen, ein Gespräch zwischen Giovanni di Lorenzo und Helmut Schmidt sowie seiner Frau Loki (beide zirka 90 Jahre alt, kennen sich seit 80 Jahren, 66 Jahre verheiratet, beide munter rauchend).<br />
Das Ende des Gesprächs, Loki legt ihre Hand liebevoll auf Helmuts Knie:<br />
<em><br />
L: Ich möchte lieber, dass wir beide gemeinsam davongehen.<br />
H: Das hast du nicht zu entscheiden. Und ich auch nicht.<br />
L: Und das ist auch gut so.<br />
H: Ja.<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Urbanität</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 10:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Thomas Kessler, scharfsinniger Polit-Berater, im Magazin 34/2010:

Urbanität ist definiert durch Bildung, Weltläufigkeit und zivilisiertes Verhalten. Unser Problem ist, dass wir eine halbbatzige Pseudomediterranisierung haben. Man will zwar draussen feiern bis in alle Nacht, benimmt sich aber wie die Rüpel an Grümpelturnieren.
Ich sehe keinen Freiheitsgewinn darin, wenn ein Festbruder mitten inder Stadt an die nächstbeste Haustür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Kessler, scharfsinniger Polit-Berater, im Magazin 34/2010:</p>
<blockquote><p>
Urbanität ist definiert durch Bildung, Weltläufigkeit und zivilisiertes Verhalten. Unser Problem ist, dass wir eine halbbatzige Pseudomediterranisierung haben. Man will zwar draussen feiern bis in alle Nacht, benimmt sich aber wie die Rüpel an Grümpelturnieren.</p>
<p>Ich sehe keinen Freiheitsgewinn darin, wenn ein Festbruder mitten inder Stadt an die nächstbeste Haustür uriniert. Es gibt Leute, die immer noch im Jahr 1972 leben und es für eine rebellische Handlung halten, morgens um vier mitten in einem Wohnquartier Bongo zu spielen. Das ist nicht anarchistisch, sondern einfach nur dumm und asozial.
</p></blockquote>
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		<title>Stjarnan v Fylkir</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 20:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fussball]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder lustig: die isländische Mannschaft des Stjarnan F.C. präsentiert den besten Torjubel aller Zeiten.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder lustig: die isländische Mannschaft des Stjarnan F.C. präsentiert den besten Torjubel aller Zeiten.</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/IZHyUaJy_RI?fs=1&amp;hl=en_US"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/IZHyUaJy_RI?fs=1&amp;hl=en_US" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Der Zürcher, der Bündner, die Nonne, die Braut</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 09:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Witz, der mir irgendwer vor Jahren mittels elektronischer Post zugeschickt hat. Er behandelt ein wohlbekanntes Phänomen, das man den Anti-Zürich-Reflex nennt.
Ein Zürcher, ein Bündner, eine Nonne und eine superscharfe Braut sitzen im Zug.
Der Zug fährt in einen Tunnel. Man hört nur noch eine schallende Ohrfeige und als der Zug den Tunnel verlässt hat der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Witz, der mir irgendwer vor Jahren mittels elektronischer Post zugeschickt hat. Er behandelt ein wohlbekanntes Phänomen, das man den <em>Anti-Zürich-Reflex</em> nennt.</p>
<p>Ein Zürcher, ein Bündner, eine Nonne und eine superscharfe Braut sitzen im Zug.</p>
<p>Der Zug fährt in einen Tunnel. Man hört nur noch eine schallende Ohrfeige und als der Zug den Tunnel verlässt hat der Zürcher einen riesigen roten Handabdruck auf seiner Backe und schaut völlig entgeistert in die Runde.</p>
<p>Was denken jetzt die vier Personen?</p>
<p>Der Zürcher denkt:</p>
<p>&#8220;So ein Mist! Wahrscheinlich hat der Bündner die Braut begrapscht und sie dachte ich wär&#8217;s gewesen und hat mich deshalb geohrfeigt.&#8221;</p>
<p>Die Nonne denkt:</p>
<p>&#8220;Aha, der Zürcher wollte einen Akt der Unzucht an der Frau begehen und sie hat sich zur Wehr gesetzt. Recht so!&#8221;</p>
<p>Die Frau denkt:</p>
<p>&#8220;Hmm, der Zürcher wollte wohl mich betatschen und hat in der Dunkelheit die Nonne erwischt. Tja, selbst schuld.&#8221;</p>
<p>Und der Bündner denkt: &#8220;Geil!!! Im nögschta Tunnel knall i dem Sauzürcher wieder aini!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>The Zen of Python</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 09:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>

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		<description><![CDATA[Beautiful is better than ugly.
Explicit is better than implicit.
Simple is better than complex.
Complex is better than complicated.
Flat is better than nested.
Sparse is better than dense.
Readability counts.
Special cases aren&#8217;t special enough to break the rules.
Although practicality beats purity.
Errors should never pass silently.
Unless explicitly silenced.
In the face of ambiguity, refuse the temptation to guess.
There should be one&#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beautiful is better than ugly.<br />
Explicit is better than implicit.<br />
Simple is better than complex.<br />
Complex is better than complicated.<br />
Flat is better than nested.<br />
Sparse is better than dense.<br />
Readability counts.<br />
Special cases aren&#8217;t special enough to break the rules.<br />
Although practicality beats purity.<br />
Errors should never pass silently.<br />
Unless explicitly silenced.<br />
In the face of ambiguity, refuse the temptation to guess.<br />
There should be one&#8211; and preferably only one &#8211;obvious way to do it.<br />
Although that way may not be obvious at first unless you&#8217;re Dutch.<br />
Now is better than never.<br />
Although never is often better than right now.<br />
If the implementation is hard to explain, it&#8217;s a bad idea.<br />
If the implementation is easy to explain, it may be a good idea.<br />
Namespaces are one honking great idea &#8212; let&#8217;s do more of those!</p>
<p>—Tim Peters</p>
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		<title>GP von Bern 2010</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 19:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Vollbesitz meiner physischen und psychischen Kräfte schickte ich mich auch dieses Jahr an, die 10 Meilen durch die Berner Altstadt und das angrenzende Umland zu laufen. Es war ein heisser Tag, die Hitze ruhte schwer auf meinen Schultern und ich befürchtete zurecht, dass es härter werden würde als im Jahr zuvor.
Am Vorabend des Rennens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Vollbesitz meiner physischen und psychischen Kräfte schickte ich mich auch dieses Jahr an, die 10 Meilen durch die Berner Altstadt und das angrenzende Umland zu laufen. Es war ein heisser Tag, die Hitze ruhte schwer auf meinen Schultern und ich befürchtete zurecht, dass es härter werden würde als im Jahr zuvor.<br />
Am Vorabend des Rennens holte ich die Startnummer und liess mir im Asics-Zelt ein Plastik-Armband mit den Zwischenzeiten drucken, die mich zu 1:13:00 führen sollten.<br />
Am nächsten Tag stieg ich zuversichtlich und beschwingt ins Rennen, doch bereits bei der Marke nach 5km lag ich hoffnungslos hinter der Vorgabe zurück: statt der geforderten 21:30 hatte ich 26:00 für die ersten 5km benötigt, was mich doch erheblich verwirrte, denn so langsam schien ich nicht zu laufen. Wie sich später zeigen sollte, war etwas mit der Anzeige nicht in Ordnung, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Da ich sowieso am liebsten nach Gefühl und nicht nach Zeitvorgaben laufe, entfernte ich den stummen Pacemaker, liess ihn am Wegesrand zurück und verliess mich fortan auf meine Intuition. Wie sich bald zeigen sollte, blieb die Hitze nicht ohne Wirkung. Die Strecke erschien mir länger als die Jahre zuvor, ich sah mich gezwungen, mehr zu trinken und insbesondere Kilometer 11 und die letzte Meile schienen kein Ende zu nehmen. Dies ist umso tragischer, als besagte letzte Meile für einen KEYMILE Mitarbeiter von grosser Bedeutung ist, denn dem schnellsten KEYMILE-Läufer auf diesem finalen Teilstück werden Ruhm und Ehre zuteil.<br />
Zum Glück stand der Mann mit dem Dudelsack wie gewohnt auf der Monbijou-Brücke und befrachtete mich mit Optimismus und neuer Hoffnung, die mich durch die Altstadt, beim Bundeshaus vorbei, runter zum Bärengraben und rauf zum Stade de Suisse trug. Ich warf mich ins Ziel, zugegebenermassen überaus erschöpft, und beendete das Rennen in <b>1:13:45</b>, exakt 13 Sekunden langsamer als letztes Jahr. In Anbetracht der grossen Hitze und der beängstigend schlechten Zwischenzeiten ein durchaus erfreuliches Ergebnis.<br />
Ich habe mir später meinen Zieleinlauf auf der GP-Internetplattform angeschaut. Es ist erstaunlich: wenn du da einläufst, hast du das Gefühl, dass du ziemlich allein bist. Na ja, der eine oder andere Läufer kommt auch noch mit dir ins Ziel, aber so viele sind es nicht. Wenn du dir das Video anschaust, stellst du fest, dass Dutzende, Hunderte Läufer dich begleiten, von Einsamkeit keine Spur. Diese Tatsache stimmt überhaupt nicht mit der subjektiven Wahrnehmung überein. Und dein Laufstil ist auch nicht so elegant, wie du dir das so vorstellst.<br />
Nachdem ich die Medaille in Empfang genommen hatte, das isotonische Getränk gierig durch die ausgetrocknete Kehle rinnen liess und die Banana aufgegessen hatte, stellte ich mich im Garderobenzelt unter die Dusche, umgeben von dürren Leibern. Danach machte ich mich auf den Weg zum Softice-Verkäufer, von dem ich ich grosses Erdbeer-Eis erstand und sogleich verzehrte.<br />
Danach setzte ich mich ins Tram, liess mich zum Bahnhof karren, kaufte ich paar Bratwürste (wobei sich mein Magen beinahe umdrehte, als ich vor der Fleischtheke stand) und gondelte im 10-er Tram zu Chrigu, der ein überaus gelungenes KEYMILE We-are-the-Champions-Feschtli schmiss. Die Nachbarn hatten einen Fernsehapparat auf den Balkon gestellt und so nahm ich peripher wahr, dass Diego Milito seinen Verein Inter Mailand zum Champions League Titel schoss.</p>
<p>p.s. Dieses Jahr konnte ich Chrigu noch zum 40 Sekunden distanzieren, aber er hat mächtig aufgeholt. Im ewigen Duell steht es jetzt 2:1 zu meinen Gunsten, aber ich kann seinen heissen Atem in meinen Nacken spüren. Nächstes Jahr werden wir uns im gleichen Startblock wiederfinden und diese Geschichte wird weitergeschrieben.</p>
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		<title>La sieste</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 21:48:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn in Frankreichs Süden kurz nach dem Mittagessen das Thermometer im Schatten über 30 Grad klettert und du nicht arbeiten musst, dann bietet sich die Möglichkeit einer sieste an. Heute Mittag setzte ich den Fuss wieder mal vor die Tür und die Hitzewelle, die mir entgegenschlug, war derart vernichtend, dass ich mich rasch wieder ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn in Frankreichs Süden kurz nach dem Mittagessen das Thermometer im Schatten über 30 Grad klettert und du nicht arbeiten musst, dann bietet sich die Möglichkeit einer <i>sieste</i> an. Heute Mittag setzte ich den Fuss wieder mal vor die Tür und die Hitzewelle, die mir entgegenschlug, war derart vernichtend, dass ich mich rasch wieder ins Haus verzog und mir eine sieste gönnte. Es handelt sich dabei um ein Mittagsschläfchen, wobei die Varianten <i>sieste modeste</i> und <i>sieste royale</i> unterschieden werden. Erstere umfasst eine rund 1-stündige Ruhepause, während sich letztere über bis zu drei Stunden erstrecken kann. Ich beschränke mich meistens auf eine sieste modeste, wobei ich vor allem zu Beginn des Urlaubs oft eine sieste royale eingezogen habe, zu angenehm ist die sanfte Wärme und die tiefe Stille im entlegenen Haus, die dich umgibt.</p>
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		<title>Edinburgh</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 19:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zauggge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende Mai besuchte ich mit Laure meinen alten ETH-Weggefährten Adi in Edinburgh. Adi arbeitet als Post-Doc an der University of Edinburgh und seine Tätigkeit ist so kompliziert, dass ich sie hier nicht eingehend erläutern kann. Ich sage nur so viel: er hat herausgefunden, dass der Hund genetisch näher mit dem Mensch verwandt ist als die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Mai besuchte ich mit Laure meinen alten ETH-Weggefährten Adi in Edinburgh. Adi arbeitet als Post-Doc an der University of Edinburgh und seine Tätigkeit ist so kompliziert, dass ich sie hier nicht eingehend erläutern kann. Ich sage nur so viel: er hat herausgefunden, dass der Hund genetisch näher mit dem Mensch verwandt ist als die Maus.<br />
Um es vorweg zu nehmen: das Wochenende war grossartig, und dies war vor allem ein Verdienst von Adi, Weltklasse-Gastgeber Hilfsausdruck. Er hat uns geduldig durch die Stadt geführt und alles erklärt, alles gezeigt, alles mit grossem Sachverstand erläutert, ein Freundeführer von seltener Qualität. Falls du das jemals liest: Danke schön.<br />
Zu meinem Leidwesen befiel mich kurz nach der Ankunft eine grippeähnliche Erkrankung, welche mir einige Tage Halsschmerzen und einen pochenden Schädel bescherte  (mögliche Ursachen: Wind, Regen). Die unermüdliche Arbeit der Pharma-Industrie sei hier lobend erwähnt, die mir den Aufenthalt in Edinburgh dank ihrer hocheffizienten Medikamente erheblich erleichtert hat.<br />
Gemessen an meiner Besichtigungsträgheit haben wir erstaunlich viel gesehen und unternommen: Stadt in ihrer gesamten Länge und Breite durchwandert, Abstecher in die National Gallery, Burg besichtigt, Hausberg bestiegen, Bier im Pub getrunken, gefolgt von einem rauchigen Whiskey, in einem Restaurant mit Blick auf das Meer gesessen, beim besten Inder der Stadt gegessen.<br />
Ein wichtiges Ziel habe ich bedauernswerterweise nicht erreicht: Golf spielen. Das wollte ich unbedingt. Doch als wir auf dem Golfplatz ankamen (ein sogenannter <i>Pitch and Put</i> inmitten der Stadt) stellten wir fest, dass man keine Schläger mieten konnte, sondern diese selber hätte mitbringen müssen. Also schauten wir den anderen ein wenig beim Golfen zu, ehe wir von dannen zogen.<br />
Was immer wieder überrascht (um nicht zu sagen befremdet) ist die überaus offenherzige Bekleidung der Schottinnen am späteren Abend (bzw. die Abwesenheit derselben). Egal ob dick oder dünn, gross oder klein, hübsch oder hässlich, man zeigt, was man hat. Am besten grell leuchtend und auf Stöckelschuhen balancierend. Mit einem Wort: offensiv. Denn es stimmt natürlich: vorne werden die Tore geschossen.<br />
Übernachtet haben wir bei George und Carole an der McDonald Road, unweit von Adis Wohnung. Bed &#038; Breakfast mit gemütlichem Zimmer und reichhaltigem Frühstück (Sausage, Bacon, Tomatoes, Black Pudding, Scrambled Egg, Toast, Tea, Coffee, Orange Juice). Wenn du mal nach Edinburgh reist, dann bei Carole und George das Zelt aufschlagen, du wirst es nicht bereuen.<br />
Eine lustige Geschichte, die uns Adi vor dem Schottischen Parlament erzählt hat, pass auf: die Schotten stimmten 1997 darüber ab, ob sie ein eigenes Parlament haben wollen, quasi partieller Abschied vom Königreich. Am Abend vor der Abstimmung soll in allen schottischen Kinos der Film <i>Braveheart</i>, der das Leben des schottischen Unabhängigkeitskämpfers William Wallace erzählt, gezeigt worden sein. Ein geschickter Schachzug. Die Abstimmung am folgenden Tag war reine Formsache.<br />
Das Wochenende war viel zu schnell vorbei. Ehe wir uns versahen, sassen wir schon wieder im Bus, der uns zum Flughafen brachte. Dort setzten wir uns in ein Restaurant, assen ein letztes Sandwich und liessen das Wochenende im Geiste Revue passieren. Es war einer dieser magischen Augenblicke der Zufriedenheit, an einem fremden Ort, umgeben von nichts als Ruhe.<br />
Hätte ich noch Geld übrig gehabt, ich hätte eine Flasche Schottischen Whisky gekauft. Aber da war nicht mehr viel. Alles, was mir noch blieb, waren vier mickrige Pfund, die ich in eine Schachtel Assorted Toffees investiert habe, die nach Aussagen meiner Eltern vorzüglich schmeckten.<br />
Wir verliessen Edinburgh, als die Sonne schien und keine Wolke den Himmel trübte und von sehr Nahe sahen wir die alte unzerstörbare Eisenbahn- und die neue fragile Autobahnbrücke.</p>
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