Rede von Saul Friedländer

Er beendet seine Rede mit einem Zitat des Widerstandskämpfers Hans von Dohnanyi, der kurz vor Kriegsende hingerichtet wurde. Auf die Frage, was ihn zum Widerstand bewogen habe, hat er mit einem Satz geantwortet, der in seiner Schlichtheit für alle Zeiten und an jedem Ort seine Gültigkeit hat:

Es war einfach der zwangsläufige Gang eines anständigen Menschen.

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Danke für die Glückwünsche und die kurzen Gespräche, die daraus erwachsen sind.

Zudem wurde just am heutigen Tage der Linux Kernel 4.19 veröffentlicht. Der erste nach Linus’ temporärem Rückzug. Ein “Long Term” Kernel sogar.

Fazit 2016

Brexit, Trump, usw. Das Jahr in einem Bild:

Jetzt musst du stark sein.

Ein schockierendes Bild hat sich in meine Gedächtnis gebrannt. Es zeigt den 5-jährigen Omar Daqneesh nach einem Bombenangriff in Aleppo. Er sitzt im Ambulanzwagen, weint nicht, schreit nicht, sitzt bloss da, wischt sich das Blut aus dem Gesicht und wartet.

Das ist also die Scheisswelt, in der wir leben.

Das schreibt sich einfach, in einer beheizten Wohnung sitzend, in einer ruhigen Gegend, in einem politisch stabilen Land.

Ich habe keine Ahnung, wovon ich spreche.

Yoshua Bengio, ein Mann mit Prinzipien

Yoshua Bengio ist neben Jeffrey Hinton, Yann LeCun und Andrew Ng einer der Begründer der Deep Learning Revolution, welche die Grundlage des momentanen AI Hypes bildet.

LeCun ist unterdessen bei Facebook, Ng bei Baidu und Hinton bei Google. Alle dem Geld erlegen. Nicht so Bengio. Er liess sich trotz der gebotenen Millionen nicht von der Universität Montreal weglocken. Seine Arbeit wird zwar teilweise von grossen Konzernen (Google, IBM, Samsung) gesponsert, er lässt sich aber nicht in seine Forschung rein quatschen. Bei Einflussnahme durch die Geldgeber werden die Geschäftsbeziehungen sogleich eingestellt. Der Mann ist ein Freigeist und will unabhängig bleiben. Hier seine entwaffnend idealistische Begründung:

That’s who I am, that’s the choice I made that fits with my values, and I don’t need to get the millions, I’m fine. My salary is very good, and I care more about how what I can do could have a positive impact for science, humanity, and for training the next generation [of researchers].

Blaise Pascal und die Psychologie

Blaise Pascal war nicht nur ein grosser Mathematiker, Physiker und Philosoph des 17. Jahrhunderts, sondern, wie sich jetzt zeigt, auch ein weitsichtiger Psychologe. Er erkannte vor 350 Jahren, was kürzlich durch psychologische Experimente bestätigt wurde: bevor du jemandem seine Fehler vorhältst, zeige ihm zuerst, in welchen Punkten er recht hat. Lass ihn dann seinen Fehler selber entdecken. In Pascals eigenen Worte:

Quand on veut reprendre avec utilité et montrer à un autre qu’il se trompe, il faut observer par quel côté il envisage la chose, car elle est vraie ordinairement de ce côté-là et lui avouer cette vérité, mais lui découvrir le côté par où elle est fausse. Il se contente de cela car il voit qu’il ne se trompait pas et qu’il y manquait seulement à voir tous les côtés. Or, on ne se fâche pas de ne pas tout voir, mais on ne veut pas être trompé, et peut-être cela vient de ce que naturellement l’homme ne peut tout voir, et de ce que naturellement, il ne se peut tromper dans le côté qu’il envisage, comme les appréhensions des sens sont toujours vraies.

Frankreichurlaub in Getränken

Folgende bekömmlichen Getränke habe ich während des Urlaubs entdeckt, beziehungsweise wurden mir von Laures Vater zur Degustation gereicht:

  • Loupiac: Dessertwein, ähnlich wie Sauternes, aber noch einen Tick besser
  • Maury: was Porto-ähnliches aus den französischen Pyrenäen
  • Byrrh: ein Aperitif, im wesentlichen Rotwein mit Gewürzen. Kommt ebenfalls aus den französischen Pyrenäen
  • Bavaria alkoholfrei: niederländisches Bier. Köstlich an einem heissen Nachmittag.
  • Grimbergen: belgisches Bier der Extraklasse

Pro Jugend

Verscherze es nicht mit den Jungen. Schneller als du denkst, werden sie die Welt übernehmen und dann kannst du bloss hoffen, dass sie dir die Rente bezahlen werden.

Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass die Jungen die Welt an sich reissen, bevor wir sie überhaupt in die Finger bekommen haben, quasi Prinz Charles Situation.

Deshalb ich immer: Pro Jugend.