Payet

Weil EM ist, und weil er ein derart schönes Tor erzielt hat: Hier besingen West Ham Anhänger bei einem Auswärtsspiel in Norwich Dimitri Payet:

Im Wortlaut:

We’ve got Payet, Dimitri Payet.
I just don’t think you understand.
He’s Super Slavs man, he’s better than Zidane.
We’ve got Dimtri Payet!

Bisschen Alkohol ist mit im Spiel, aber wer will es ihnen verdenken. Sie scheinen eine Menge Spass zu haben.

Pepe

Man fühlt sich an Büne Huber erinnert, wenn man Pepe beim gestrigen CL-Final gesehen hat. Ständiges Schauspielern, Sich-auf-dem-Rasen-wälzen wegen nichts, Rumgeheule, Rumgeflenne. Manche Spieler habe den Fussball zu einem echten Scheisssport gemacht, und Pepe marschiert ganz vorne mit. Wie auch Marcelo (ich erinnere an das Rumgejammere im Viertelfinal gegen Wolfsburg – welch ein Trauerspiel). Interessant, dass diese beiden Schauspieler beim selben Klub engagiert sind.

Auf der anderen Seite gibt es Spiele wie den Europa-League Halbfinal zwischen Liverpool und dem BVB: hochklassiger, emotionaler, sauberer, ehrlicher Fussball. Epische Begegnungen.

Der Fussball ist nicht verloren, aber es stimmt: es haben sich Saumoden eingeschlichen, die unterbunden werden müssen. Da hat Büne nicht unrecht.

Und hier ist er noch im O-Ton:

Klaviermusik

War schon immer ein Fan des (improvisierten) Klavierspiels, seit dem Hidden Track auf der Pennywise “Full Circle” CD von 1991, vorgetragen von Ronnie King.

Danach folgten Keith Jarrett, Glenn Gould und andere.

Heute zufällig über den jungen deutschen Musiker und Komponisten Nils Frahm gestolpert.

Kostprobe: sein Konzert letztes Jahr am Montreux Jazz Festival.

Lemmy

Ich dachte, diesen Beitrag nie schreiben zu müssen, denn ich hielt Lemmy für unsterblich. Nun musste er doch gehen, der vielleicht grösste Rocker aller Zeiten.

Viele nannten ihn einen Rüpel, und es stimmt, er war ein Unangepasster, ein Mann aus Stahl, der Nazi-Kram und Uniformen sammelte (“In der Geschichte waren es immer die Bösen, die am besten angezogen waren”), und sehe Meinung stets pointiert zum Ausdruck brachte; aber die meisten Leute erkannten in ihm nicht den belesenen Gentleman, der er auch war. Er soll mal gesagt haben

Ich habe viele weibliche Freunde. Sie rufen mich an, wir gehen aus. Frauen sind interessanter als Männer. Mit Männern muss man über Sportautos reden. Ich möchte aber nicht mein Leben lang über verdammte Sportautos reden! Ich möchte wissen, ob du etwas weisst!

Kein Macho, sondern ein guter Zuhörer, ein Mann mit Tiefgang (und einigen Ecken und Kanten natürlich). Wenn man sich ein wenig mit ihm auseinandersetzt (Filmtipp: Lemmy), dann erkennt man seine wahre Grösse (Autobiographie lesen: White Line Fever).

Wer noch nie von Motörhead gehört hat, der muss sich Ace of Spades anhören, um zu verstehen, worum es geht.

 

Und zum Abschluss noch mal Lemmy im O-Ton:

Der Tod ist unvermeidlich, nicht wahr? Das wird einem bewusster, wenn man in mein Alter kommt. Es macht mir keine Sorgen. Ich bin bereit. Wenn ich sterben muss, dann bei dem, was ich am besten kann. Wenn ich morgen sterben würde, könnte ich mich nicht beklagen. Es war gut.