Jenseits des K.

In der Samstagsausgabe der Berner Zeitung gibt es im Stellenmarkt-Teil jeweils ein Interview mit einer Person, oft einem ehemaligen Manager, der desillusioniert den Job hinschmiss und jetzt Schulen in peruanischen Bergdörfer baut.

Letzte Ausgabe des Jahres 2016, kein geläuterter Manager diesmal, sondern ein kurzer Rückblick und am Ende ein Zitat des Augustiner-Paters Hermann-Josef Zoche:

Eine Welt, die nur dem kapitalistischen Imperativ gehorcht, ist ein kalter Ort. Erst wenn Qualitäten wie Gemeinsinn, Vertrauen und Liebe dazukommen, lohnt sich die ganze Anstrengung.

Twitter in der Retrospektive

Habe meine kurze Twitter Karriere vor über zwei Jahren beendet. Heute die Wortmeldungen wieder mal überflogen. Ziemlich viel Mist dabei. Medium nicht begriffen, Ziel verfehlt. Aber die letzten beiden Tweets trafen ins Schwarze:

Aut tace aut loquere meliora silentio

Sprich nur, wenn deine Worte besser sind als das Schweigen.

Das denke ich heutzutage oft, wenn ich im Zug sitze und den Leuten zuhöre. Oder im Bus. Oder … undundund.

In Hamburg sagt man Tschüss

Helmut Schmidt hat heute die Bühne verlassen. Die letzten Tage meist ohne Bewusstsein, das Ende nahte. Gestern soll er sich nochmals (kurz) an den Schreibtisch gesetzt haben. Heute friedlich eingeschlafen.

Die Welt verliert einen klugen Mann.

Tschüss, Herr Schmidt.

p.s. Hier noch ein Zitat, das ihm fälschlicherweise (von derstandard.at) zugesprochen wurde, stammt aber von Bertrand Russell:

Das ist der ganze Jammer: die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.

Jorge Ramos

Bemerkenswertes Zitat des Journalisten Jorge Ramos, der von Donald Trump nach einer kritischen Frage bei einer Wahlkampfveranstaltung des Saales verwiesen wurde:

Die Grösse eines Landes bemisst sich nicht daran, wie es mit den Mächtigen umgeht. Die Grösse eines Landes bemisst sich daran, wie es mit den Machtlosen umgeht.

Ich nehme dieses Match, aber du wirst alle anderen gewinnen

Marc Rosset nach seinem Finalsieg über Roger Federer, der am 13.02.2000 mit diesem Spiel seinen ersten ATP Final in Marseille verlor und dabei bittere Tränen vergoss. Er fürchtete, niemals einen Turniersieg zu erringen. So kann man sich irren.

Rosset hingegen hat die Zukunft gesehen.

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